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LUZERNERHOF: Busspur verschwindet bald – aber nicht für immer

Die provisorische Busspur auf der Alpenstrasse wird Ende Monat aufgehoben. Bis dahin will die Stadt diese für den Ernstfall testen.
Die provisorische Busspur auf der Alpenstrasse beim Luzernerhof. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 20. Juli 2017))

Die provisorische Busspur auf der Alpenstrasse beim Luzernerhof. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 20. Juli 2017))

Obwohl die Sanierung der Seebrücke beendet ist, hält die Stadt eine verkehrstechnische Massnahme noch bis Ende Monat aufrecht: die provisorische Busspur an der Alpenstrasse vor der Haltestelle Luzernerhof.

«Diese wurde als Sofortmassnahme am zweiten Tag der Arbeiten auf der Seebrücke eingerichtet, damit die Busse aus Richtung Löwencenter besser auf den Schweizerhofquai gelangen», erklärt Michael Wägli, Bereichsleiter Projekte beim Tiefbauamt. «Zufällig ist dort im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts tatsächlich eine Busspur geplant. Wir lassen die provisorische Spur daher nun etwas länger bestehen, um zu schauen, wie der Verkehr dort läuft, wenn es keine grösseren Baustellen gibt.»

Zwar rollt im Moment wegen der Sommerferien weniger Verkehr durch Luzern. «Doch das Aufkommen ist immer noch hoch.» Die Erkenntnisse der Testphase sollen dann bei der Realisierung des definitiven Projekts berücksichtigt werden. Die fixe Busspur ist auf 2018 oder 2019 geplant. Gemäss Gesamtverkehrskonzept sind dafür 80000 Franken vorgesehen. Wie heute sollen auch nach der definitiven Realisierung Velos die Busspur benutzen können.

Rückmeldungen nur via soziale Medien

Rückmeldungen habe man aufgrund der Testphase bisher kaum erhalten, so Wägli. In den sozialen Medien habe es einige Anfragen gegeben. Für eine Zwischenbilanz aus der Sicht der Stadt sei es noch zu früh. Auch die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) können noch nicht beziffern, wie viel Zeit die Busse dank der Spur gewinnen. Gemäss dem VBL-Bericht «Neuralgische Punkte im Luzerner Busnetz II» aus dem Jahr 2012 beträgt die durchschnittliche Geschwindigkeit während der Hauptverkehrszeiten im Abschnitt Löwen-Center bis Luzernerhof bloss 10 bis 15 Stundenkilometer. Die ersten Erfahrungen seien nun «sehr gut», sagt Beat Nater, Leiter Betrieb und Markt bei den VBL. «Einige Autofahrer sind zwar noch unsicher – vor allem einheimische, die sich umgewöhnen müssen.» Doch künftig dürfte die Busspur auch bezüglich Sicherheit Vorteile bringen, so Nater. «Es gab bisher sehr viele Kollisionen beim Rechtsabbieger in den Schweizerhofquai, weil Autos auf der linken Spur die Kurve schneiden. Bei einer fixen Busspur würden Autofahrer rechts automatisch mehr Platz lassen.» Velos auf Busspuren stehe man sonst kritisch gegenüber. «Auf diesem kurzen Abschnitt auf der Alpenstrasse ist es aber kein Problem», sagt Beat Nater.

Die Stadt Luzern hat das Gesamtverkehrskonzept 2015 gemeinsam mit dem Kanton und dem Verkehrsverbund vorgestellt. Es sieht vor, dass der Verkehr aus Parkhäusern und Quartierstrassen während der Stosszeiten dosiert wird. Zu diesem Zweck werden mehrere Dosierampeln installiert. Dadurch soll der Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen flüssiger vorwärtskommen.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

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