LUZERN/SCHWYZ: Luchs-Polizisten sind definitiv freigesprochen

Die zwei Luchs-Opfer rufen das Bundesgericht nicht an. Damit ist klar: Der Freispruch der beiden Polizisten ist rechtskräftig.

Jérôme Martinu
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Die SRF-Sendung «10 vor 10» zeigte Bilder von der misslungenen Aktion der Luchs-Polizisten in der Nacht auf den 5. Juni 2005. (Bild: Screenshots SRF)

Die SRF-Sendung «10 vor 10» zeigte Bilder von der misslungenen Aktion der Luchs-Polizisten in der Nacht auf den 5. Juni 2005. (Bild: Screenshots SRF)

Dem Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler ist gestern ein Stein vom Herzen gefallen: Die beiden Einsatzleiter der Polizei-Sondereinheit Luchs sind von den Vorwürfen des Amtsmissbrauchs und der Freiheitsberaubung freigesprochen. Er nehme dies mit Genugtuung zur Kenntnis, liess der in den Ferien weilende Hensler ausrichten. Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli sagte auf Anfrage, sie sei «froh, dass das Verfahren nun nach acht Jahren endlich abgeschlossen ist».

Freigesprochen sind die Luchs-Polizisten, weil die beiden Opfer das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz nicht ans Bundesgericht weiterziehen. Das Risiko einer Niederlage vor dem höchsten Gericht des Landes sei als doch zu hoch eingeschätzt worden, sagt Zlatko Janev, Anwalt der Luchs-Geschädigten.

Polizist ist «erleichtert»

Urs Rudolf, Verteidiger eines der beiden Einsatzleiters, kommentiert den Freispruch so: «Mein Mandant ist erleichtert. Er bedauert nach wie vor, dass es bei der Verhaftung zu einer Verwechslung gekommen ist.»

Die misslungene Polizeiaktion passierte in der Nacht auf den 5. Juni 2005. Die Luchs-Sondereinheit verhaftete in Arth zwei Männer serbisch-montenegrinischer Herkunft irrtümlicherweise. Die Verhafteten wurden verletzt und reichten darum Klage gegen die Polizei ein