LUZERN/SINS: Durchführung des Reussschwimmens ungewiss

Am Sonntag soll das 33. Reussschwimmen stattfinden. Problematisch sind die tiefen Wassertemperaturen und der hohe Pegelstand.

Benno Mattli
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Immer rein ins kühle Nass: Impression vom Start einer früheren Austragung des Reussschwimmens in Luzern.

Immer rein ins kühle Nass: Impression vom Start einer früheren Austragung des Reussschwimmens in Luzern.

Es ist nichts für Warmduscher, zumindest nicht in diesem Jahr: das Reussschwimmen. Am kommenden Sonntag soll es zum 33. Mal durchgeführt werden. Geplanter Start ist um 11 Uhr neu beim Natur-Museum in Luzern, «Zieleinschwumm» um 13.45 Uhr in Sins.

Wir wollten von Heinz Plattner, dem Co-Präsidenten des Vereins Reuss­schwimmen, wissen, ob der Anlass stattfindet und ob die tiefe Wassertemperatur von aktuell 12,5 Grad und der hohe Pegelstand der Reuss von 432,50 Metern über Meer nicht ein Sicherheitsrisiko für die Teilnehmer darstellen.

Heinz Plattner, findet das Reuss­schwimmen statt?

Heinz Plattner: Das entscheiden wir am Samstag. Wir führen dann nämlich ein Testschwimmen durch und schauen, ob die Wassertemperaturen und der Pegelstand ein Problem sind. Klar aber ist, dass die Sicherheit oberste Priorität hat.

Sind Sie zuversichtlich?

Plattner: Ja. Wir haben bereits am vergangenen Samstag ein Testschwimmen durchgeführt, und wir haben dieses als problemlos empfunden. Die Fliessgeschwindigkeit der Reuss war wegen des hohen Pegelstandes zwar am oberen Limit, aber wir hoffen, dass der Pegelstand bis am Sonntag sinkt. Zudem dürfte dank des angekündigten schönen Wetters die Wassertemperatur etwas steigen.

Treffen Sie irgendwelche Sicherheitsmassnahmen?

Plattner: Ja. So darf zum Beispiel niemand mitschwimmen, der nicht einen Neoprenanzug von mindestens 5 bis 7 Millimetern Dicke trägt. Einen solchen Anzug kann man in einem Fachgeschäft mieten. Wir stellen den Teilnehmern keine zur Verfügung. Weiter gilt für alle Schwimmer ein striktes Alkoholverbot. Wir behalten uns das Recht vor, Teilnehmer, die alkoholisiert sind und/oder deren Wärmeschutz (Neoprenanzug) nicht ausreichend ist, zu ihrer eigenen Sicherheit nicht starten zu lassen. Zudem dürfen Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener teilnehmen. Last but not least gibt es eine geführte Gruppe mit einer Begleitperson des Vereins Reussschwimmen. In dieser Gruppe können Teilnehmer mitschwimmen, die alleine ans Reussschwimmen kommen.

Gibt es Begleitboote und ärztliche Betreuung vor Ort, falls etwas passiert?

Plattner: Es gibt ein Besenboot mit Leuten der Pontoniere und der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) an Bord. Weiter wird mit grösster Wahrscheinlichkeit auch die Wasserschutzpolizei mit einem Boot anwesend sein.