LUZERN/ZUG: Grosses Feilschen um Informatik- Hochschule

Um das geplante Informatik- Departement der Hochschule buhlen Luzerner und Zuger Gemeinden – die Zuger deutlich aktiver. Geraten die Luzerner ins Hintertreffen?

Guy Studer
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Ein Dozent und zwei Studenten an der Hochschule Luzern - Abteilung Informatik in Horw. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein Dozent und zwei Studenten an der Hochschule Luzern - Abteilung Informatik in Horw. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Entscheidung naht: Baut die Hochschule Luzern ein neues Informatik-Departement auf? Und vor allem: wo? In Frage kommen Gemeinden in den Kantonen Zug und Luzern. Und diese legen sich mächtig ins Zeug, wenn es darum geht, Werbung in eigener Sache zu machen. Schliesslich sollen in der neuen Hochschule-Abteilung dringend nötige und in der Wirtschaft begehrte IT-Fachkräfte ausgebildet werden.

Aus Zug kommen denn auch klare Zeichen: Zug, Risch und Baar haben schon lautstark Interesse signalisiert und bieten konkrete Standorte an.

Sursee zapft «alle Kanäle» an

Nun gibt Luzern Gegensteuer: Der Surseer Stadtpräsident Beat Leu bemüht sich «über alle Kanäle» um die Institution. Und auch der Horwer Gemeindepräsident Markus Hool will sich darum bemühen, damit die 287 Informatikstudenten der Hochschule – Technik und Architektur nicht abwandern. «Ich fände es schade, wenn der Kanton die Abteilung weggeben würde», so Hool. Somit ist auch das politische Tauziehen spätestens jetzt voll lanciert. Bei der Hochschule selber will man noch nichts zu den möglichen Standortgemeinden sagen.

Den Grundsatzentscheid Informatik fällen die Zentralschweizer Kantone am 19. Dezember, der künftige Standortkanton wird sich dann eine Gemeinde «aussuchen».