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LUZERN/ZUG: So fährt es sich im Elektrobus

Der polnische Elektrobus Urbino 12 von Solaris ist seit einer Woche auf Luzerns Strassen unterwegs – nächste Woche wird er auch in Zug getestet. Die ersten Erfahrungen sind gut. Es gibt allerdings einen wunden Punkt.
Futuristisches Cockpit: Der Elektrobus "Urbino" im Test auf dem Streckennetz der Verkehrsbetriebe Luzern vbl. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

Futuristisches Cockpit: Der Elektrobus "Urbino" im Test auf dem Streckennetz der Verkehrsbetriebe Luzern vbl. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

«Bus of the year» – ganz unbescheiden ist er angeschrieben, der zwölf Meter lange Elektrobus Urbino 12 von Solaris, der seit einer Woche von den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) getestet wird. «Wir haben bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht», sagte VBL-Direktor Norbert Schmassmann am Donnerstag bei der Präsentation des Busses vor den Medien.

Auf einer Probefahrt vom Bahnhof Luzern Richtung Dreilinden, St. Anna und weiter zum Verkehrshaus fällt das permanente, wenn auch leise Surren auf – ansonsten sitzt es sich auf den 30 sehr gelb gepolsterten Sitzen wie in einem Diesel- oder einem Hybridbus.

Alleine die Batterien wiegen fast 3 Tonnen

Angetrieben wird der polnische Urbino 12 von vier Batteriepaketen mit total 2,7 Tonnen Gewicht und 240 Kilowatt Leistung. Pro Kilometer Fahren benötigt der Bus eine Kilowattstunde. Will heissen: Theoretisch wären 240 Kilometer pro Ladung. Weil aber Heizen und Kühlen die Hälfte der Energie gleich selber benötigen, reicht es am Ende für 120 Kilometer pro Ladung, respektive pro Tag.

Bloss sind 120 Kilometer zu wenig für einen ganzen Tag. Das ist laut Schmassmann denn auch der wunde Punkt: «Wir bräuchten deutlich mehr Kilometer pro Tag.» Beim Testbetrieb in Luzern ist der Urbino 12 deshalb nur am Morgen und Abend ein paar Stunden unterwegs – dazwischen muss er wieder aufgeladen werden.

Der Urbino 12, ein Prototyp, kostet rund 750'000 Franken. Das ist laut Stefan Siegfried, Geschäftsführer von Solaris Schweiz eher an der oberen Grenze für ein solches Fahrzeug. Das liege allerdings an der komfortablen Ausstattung, dazu zählt etwa ein integriertes Plug-in-Ladegerät.

Testbetrieb wird genau analysiert

Noch bis am Montag ist Urbino 12 in Luzern auf den Linien 14, 25 und 26 unterwegs. Danach wird er vom Dienstag bis am 21. Februar auf dem Liniennetz der Zugerland Verkehrsbetriebe zum Einsatz kommen. Schliesslich kehrt der Urbino 12 dann vom 22. Februar bis 4. März nochmals nach Luzern zurück. Ein zweiter Testbetrieb in beiden Städten folgt im Sommer mit einem baugleichen Nachfolgefahrzeug.

Laut Schmassmann werden beide Testbetriebe «fundierte Entscheidungsgrundlagen» liefern, «damit wir dereinst auf die richtigen Fahrzeuge setzen.» Ähnlich sieht dies ZVB-Unternehmensleiter Cyrill Weber: «Wir wollen die Infrastruktur auf Herz und Nieren prüfen und quasi den Elektro-Spirit in Zug zünden – im Gegensatz zu Luzern haben wir keine strombetriebenen Trolleybusse.»

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Ganz unbescheiden: «Bus des Jahres 2017» steht auf der Frontscheibe des Elektrobusses der neuesten Generation, den die Verkehrsbetriebe Luzern vbl derzeit testen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

Ganz unbescheiden: «Bus des Jahres 2017» steht auf der Frontscheibe des Elektrobusses der neuesten Generation, den die Verkehrsbetriebe Luzern vbl derzeit testen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

So sieht es im Innern des Elektrobusses «Urbino 12» aus. (Bild: David von Moos/luzernerzeitung.ch)

So sieht es im Innern des Elektrobusses «Urbino 12» aus. (Bild: David von Moos/luzernerzeitung.ch)

Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern vbl, spricht vor dem Elektrobus «Urbino», welcher derzeit auf dem Streckennetz in und um Luzern getestet wird. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern vbl, spricht vor dem Elektrobus «Urbino», welcher derzeit auf dem Streckennetz in und um Luzern getestet wird. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 1. Februar 2018))

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