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LYON: Luzerner Trolleybus auf Showtour in Frankreich

Da hat so mancher Tourist gestaunt: Mitten in der französischen Stadt Lyon kreuzt ein Doppelgelenktrolleybus der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) ihren Weg.
Christian Hodel
Der VBL-Bus auf der Place de Terraux in Lyon. (Bild: Videostill TCL SYTRAL)

Der VBL-Bus auf der Place de Terraux in Lyon. (Bild: Videostill TCL SYTRAL)

Was hat der Bus – den die VBL vor zwei Jahren angeschafft haben und der seither auf der Linie 1 in Luzern zum Einsatz kommt – gut 300 Kilometer Luftlinie entfernt, verloren?

Die Antwort: Die französische Stadt Lyon will ihre Busflotte erweitern. Dabei helfen ihr die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL).

Lyon will gleiche Fahrzeuge

«Lyon prüft den Einsatz von 25-Meter-Fahrzeugen, wie wir sie bereits in Luzern im Einsatz haben», sagt Christian Bertschi, Mediensprecher der VBL. Die Herstellerfirma, die Carros­serie Hess AG aus Bellach, habe angefragt, ob die VBL einen Doppelgelenktrolleybus ein paar Tage zu Testzwecken zur Verfügung stellen würden. «Der Bitte sind wir gerne nachgekommen», sagt Bertschi. Ein Sattelschlepper brachte Ende Mai den Bus der Linie 1 in die französische Stadt. Während vier Tagen wurde dieser von den Franzosen auf Herz und Nieren geprüft. Der Betriebs- und Praxisbildner und VBL-Chauffeur Thomy Thalmann zeigte seinen ausländischen Berufskollegen, wie man den Bus zu steuern hat und auf was es zu achten gilt. «Der Test ist inzwischen abgeschlossen und der Bus wieder ohne jegliche Schäden zurück in Luzern», sagt Bertschi. «Die Rückmeldungen zu unserem Fahrzeug waren durchwegs positiv.»

Dass ein Bus aus Luzern nach Lyon gebracht wurde, habe auch für die VBL Vorteile, sagt Bertschi. «Es zeigt, dass wir mit unserer Flotte auf dem neuesten Stand sind und stärkt unser Image als innovatives Unternehmen.» Auf die Passagiere in Luzern habe die Abwesenheit des Fahrzeugs keine Auswirkungen gehabt. «Weil Busse ständig gewartet werden müssen, haben wir einige Reservefahrzeuge.»

Von 12 auf 29 Busse erweitert

Ob die Lyoner nach Abschluss des Tests nun ihre Flotte tatsächlich mit den Luzerner Bussen erweitern, weiss Bertschi nicht. Klar ist: In Luzern wird weiter auf solche Doppelgelenktrolleys gesetzt, die pro Stück rund 1,2 Millionen Franken kosten. Vor wenigen Tagen wurde die Flotte um drei solcher Busse auf 15 erweitert, wie Bertschi sagt. Weitere sechs folgen nach den Sommerferien. Sie werden ab Dezember auf der Linie 2 beim Seetalplatz eingesetzt. Bis Ende 2017 wollen die VBL ihre Doppelgelenktrolley-Flotte auf 29 Fahrzeuge erhöht haben. Dann wird auch die Linie 8 durchgehend mit Doppelgelenkern betrieben werden. Die Kosten für die neuen Doppelgelenker belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken. Insgesamt investieren die VBL 2016 und 2017 über 30 Millionen Franken in neues Rollmaterial.

Christian Hodel

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