LZ-Medien: Trotz Gegenwind gut behauptet

Die Mediengruppe hat im vergangenen Jahr ein solides Ergebnis erzielt. Die Dividende wird erhöht.

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Verwaltungsratspräsident Erwin Bachmann sprach an der Generalversammlung der LZ Medien Holding AG im Theater Casino Zug. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Verwaltungsratspräsident Erwin Bachmann sprach an der Generalversammlung der LZ Medien Holding AG im Theater Casino Zug. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Zentralschweizer Medienunternehmen LZ Medien ist auf Kurs. Und das trotz reichlich Gegenwind durch den Strukturwandel in der Medienbranche und einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Davon konnten sich gestern auch 142 Aktionäre bei der Generalversammlung im Casino Zug überzeugen.

Strukturelle Verbesserungen

«Das Jahr 2011 war für die LZ-Gruppe eher ein Jahr der Konsolidierung», erklärte Verwaltungsratspräsident Erwin Bachmann. Das Unternehmen hat aber durch strukturelle Verbesserungen in vielen Bereichen wichtige Erfolge erzielen können. So sei das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 bereits im zweiten Sendejahr erfolgreich auf Sendung. «Die ‹Neue Luzerner Zeitung› konnte ihre Leserzahlen stabil halten und dank der ‹Zentralschweiz am Sonntag› ihre Marktanteile erhöhen», sagte Bachmann.

Weiter sei es gelungen, den «Anzeiger Luzern» in die Neue Luzerner Zeitung AG zu integrieren. «Eine redaktionelle Neuausrichtung und das neue Erscheinungsbild führten zum Turn-around», erklärte der Verwaltungsratspräsident. Radio Pilatus konnte seine Einnahmen steigern, ausserdem wurde die Zentralschweizer Stellenplattform zentraljob.ch erfolgreich lanciert.

Kostenmanagement hat Priorität

Der Umsatz der LZ-Gruppe ging 2011 um 0,8 Prozent zurück auf 165,1 Millionen Franken. Ab dem Herbst 2011 schlug sich die eintrübende Konjunktur in der Schweiz unmittelbar auf die Anzeigeneinnahmen und den Druckertrag nieder. Der Betriebsgewinn (Ebit) ging auf 13,6 Millionen Franken zurück – ein Minus von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Margen waren im vergangenen Jahr rückläufig, vor allem im Zeitungsbereich.

Dennoch können sich die Aktionäre der LZ Medien über eine höhere Dividende freuen. Sie erhalten pro Aktie 105 Franken, das sind 5 Franken mehr als im Vorjahr. Die Generalversammlung hat alle Traktanden angenommen. Auf eine Prognose für das laufende Jahr verzichtete Bachmann mit Blick auf «die Verunsicherung in den Märkten». Ein gutes Kostenmanagement habe Priorität.

Hans-Peter Hoeren