LZ-TALK: Lesen Sie unsere Zeitung?

Gestern an der Luga war die Meinung der Leser unserer Zeitung gefragt. Dabei wurde vor allem über das neue Layout diskutiert.

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LZ-Reporter Kilian Küttel im Gespräch mit Leserin Charlotte Bucher aus Emmenbrücke. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. Mai 2017))

LZ-Reporter Kilian Küttel im Gespräch mit Leserin Charlotte Bucher aus Emmenbrücke. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. Mai 2017))

«Wissen Sie, meine Frau findet, es werde zu viel über Sport berichtet. Für mich ist der Sportteil aber zu klein», sagt Ernst Putschert (82) aus Luzern. Seit über 70 Jahren habe er die «Luzerner Zeitung» zu Hause. Eigentlich seien seine Frau und er als Leser grosszügig, die Inhalte seien genügend breitgefächert, aber etwas zu wenig regional. Es interessiere ihn nämlich weniger, wie viele Menschen von Erdogan wieder entlassen worden seien. «Das ist halt alles sehr weit weg», erklärt der Leser unserer Zeitung bei einem Kaffee am LZ-Stand an der Luga in der Halle 4.

Mit dem Wunsch nach mehr Sport-Informationen ist er nicht alleine: «Früher wurde man auch über die Junioren- und 4.-Liga-Resultate informiert, heute ist das alles nur noch im Computer, und einen solchen habe ich nicht», sagt Paul von Ah (75) aus Sarnen. Die Leser scheinen sich in einer Sache mehrheitlich einig zu sein: «Ich brauche Papier, um etwas richtig lesen zu können, ich sitze ja sonst schon den ganzen Tag am Computer», so Iris Elsener (52) gegenüber Reporter Kilian Küttel. Seit über 32 Jahren sei sie Abonnentin und werde es auch bleiben: «Die Zeitung gehört einfach in den Haushalt.» Ihr gefällt vor allem die Regionalität. Etwas anders sieht das Rita Jeppesen (59) aus Luzern. Sie liest die Zeitung lieber online: «So muss ich nichts entsorgen. Zudem kann ich die Zeitung jederzeit und überall lesen und brauche dazu nicht viel Platz.» Um breit informiert zu bleiben, habe sie ergänzend auch noch andere Medien abonniert.

Grundsätzlich scheint es ­viele Querleser zu geben. Dies aus dem Grund, «weil man halt einfach nicht immer die Zeit zum Lesen hat», wie eine Leserin meint. Ebenfalls eher einstimmig fallen die Rückmeldungen zum neueren Layout aus: Es sei gewöhnungsbedürftig, und die Schrift sei deutlich kleiner. Das sei aber ein Irrtum, erklärt Reporter Kilian Küttel wiederholt: Das sechsspaltige Layout möge vielleicht diesen Anschein erwecken, die Schrift sei aber sogar ein wenig grösser als zuvor. «Wenn man die Zeitung jahrelang gelesen hat, ist es halt einfach schwierig, sich an etwas Neues zu gewöhnen», so Ruth auf der Maur (45) aus Kriens. Charlotte Bucher (59) aus Emmenbrücke meint dazu aber: «Anfangs hat mir das Layout auch nicht so gefallen, aber nun weiss ich kaum mehr, wie das alte aussah. Das neue passt jetzt ganz gut. Das geht wohl allen so.» Was hält die jüngere Generation von unserer Zeitung? Die Vorübergehenden erklären mehrheitlich, die Zeitung ab und zu zu lesen, aus verschiedenen Gründen aber nicht abonniert zu haben.

 

Anja Glover

stadt@luzernerzeitung.ch