MADOFF-SKANDAL: Die Bank Reichmuth gerät unter Beschuss

Ein Wirtschaftsanwalt wirft der Luzerner Privatbank vor, im Zusammenhang mit Madoff-Produkten die Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Die Bank weist die Anschuldigungen zurück.

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Christof Reichmuth, CEO der Bank Reichmuth. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Christof Reichmuth, CEO der Bank Reichmuth. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Wirtschaftsanwalt Daniel Fischer vertritt geschädigte Schweizer Madoff-Anleger und will Banken, die in den Fonds des verurteilten Betrügers Bernard Madoff investierten, notfalls vor Gericht einklagen.

Im Visier ist auch die Luzerner Privatbank Reichmuth und ihr Anlagefonds Reichmuth Matterhorn. Der Bank wirft Fischer vor, sie sei bei der Anlage von Kundengeldern in Madoff-Produkte «ihren Aufsichtspflichten nicht nachgekommen». Fischer betont im Gespräch mit unserer Zeitung, er strebe im Interesse seiner Klienten «in erster Linie» einen aussergerichtlichen Vergleich an, schliesse aber eine Klage nicht aus.

Bank weist Vorwürfe zurück
Bankier Christof Reichmuth weist dies zurück und spricht von «haltlosen» Vorwürfen. Weder die Bank Reichmuth noch der Fonds Reichmuth Matterhorn hätten «eine direkte Verbindung zu Madoffs Firma» gehabt. Er sehe keinen Grund, Vergleichsverhandlungen zu führen.

Dominik Buholzer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.