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Mäzene für die Kultur: Freiwillig funktioniert

Chefredaktor Jérôme Martinu zu den freiwilligen Gönnerbeiträgen an die Kultur.
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

Ob neues Probenhaus für das Luzerner Sinfonieorchester oder KKL, Swisspor-Arena und vieles mehr. Das Zusammenspiel zwischen öffentlicher Hand und privaten Mäzenen, Gönnern und Investoren bei (Infrastruktur-)Projekten ist nichts Neues – im Gegenteil: Das ist ein bestens erprobtes, uraltes System. Öffentlich-private Partnerschaften im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich sind wichtiger Ausdruck dafür, dass der Staat zwar in der (gesetzlichen) Verantwortung für ein gewisses Grundangebot steht, aber auch gehalten ist, schlank zu sein und klare Prioritäten im Spektrum zwischen Wünsch- und Machbarem zu setzen.

Derzeit laufen in Luzern Bestrebungen, damit Privatpersonen und Firmen die freie Kulturszene stärker finanziell unterstützen. Ein tolles und grosszügiges Zeichen, um den Sparkurs in der öffentlichen Kulturförderung abzufedern. Denn der im Luzerner 3,5-Milliarden-Haushalt vergleichsweise lächerlich kleine Sparbetrag von 800 000 Franken trifft die freie Szene übermässig. Gemäss IG Kultur sei es richtig, «dass Wirtschaftsleute, die von der Steuerstrategie des Kantons profitieren, einen Teil ihres Gewinns zurückgeben». Das wiederum ist vor allem eines: Politpropaganda. Freiwillige Gönnerbeiträge werden offenbar als selbstverständlich erachtet. Zudem gibt es in unserer Region durchaus auch Kulturhäuser einer gewissen Ausstrahlung, die unabhängig von Subventionstöpfen arbeiten.

Die Regierung lässt derzeit noch offen, ab wann das Subventionsbudget wieder aufgestockt wird. Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss sagt: «Der Kanton Luzern will sich nicht aus der Kulturförderung verabschieden.» An dieser Aussage wird die Regierung gemessen.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch

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