Mageres Wachstum bei der Universität

Um gerade mal 1 Prozent soll die Zahl der Studierenden an der Uni Luzern bis 2020 wachsen. Der Rektor ist alarmiert.

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Die Fassade der neuen Universität. (Bild: Stefan Kreienbühl/Luzernerzeitung.ch)

Die Fassade der neuen Universität. (Bild: Stefan Kreienbühl/Luzernerzeitung.ch)

Das Bundesamt für Statistik hat erörtert, wie sich die Zahl der Studierenden an Schweizer Universitäten und Fachhochschulen entwickelt. Für den Bildungsstandort Luzern zeigt diese Untersuchung ein zwiespältiges Bild. So wird der Hochschule Luzern bis 2020 ein Wachstum von 9 Prozent prognostiziert. Bei der Universität Luzern hingegen beträgt dieses Wachstum gerade mal 1 Prozent – was faktisch bedeutet, dass die Uni damit stagniert.

Das treibt dem Uni-Rektor Paul Richli die Sorgenfalten in die Stirn. Stagnation sei demotivierend – sowohl für das Personal als auch für die Studierenden. Die Professoren sorgen sich, dass sie ihre Stelle verlieren könnten, weil sie in Luzern keine Zukunft mehr sehen. Richli: «Wenn die Universität Luzern schrumpft, muss sie Personal entlassen, wenn der Trägerkanton Luzern die Mindereinnahmen nicht kompensiert.»

Wachsen aber kann die Uni nur, wenn sie eine neue Fakultät eröffnen würde – und zwar eine, die bei den Studierenden beliebt ist. Richli denkt hier vor allem an die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät.

Doch damit bekommt ein alter Streit neuen Auftrieb. Bekanntlich gibt es Misstöne zwischen der Uni und der Hochschule Luzern. Die Hochschule, die Wirtschaft als Studienfach anbietet, ist wenig erfreut über die Pläne der Uni. «Wir sind nicht gegen ein neues Fach an der Uni», sagt Walter Schmid, Direktor der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit. Aber eine Konkurrenzierung im Bereich Wirtschaft schade dem Bildungsstandort.

red

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