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MAIHOF: ABL baut 107 neue Wohnungen

Die fast 70-jährige Siedlung Obermaihof wurde noch nie saniert. Die Mietzinse sind aber extrem tief. Doch damit ist bald Schluss. Die Baugenossenschaft ABL plant ab 2016 ein Grossprojekt.
Hugo Bischof
So sollen einige der Neubauten im Siegerprojekt «Regatta» dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So sollen einige der Neubauten im Siegerprojekt «Regatta» dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

138 Genossenschaftswohnungen gibt es zurzeit in der Siedlung Obermaihof 1 der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (ABL). Die in den Vierzigerjahren vom Architekten Werner Dolder an der Maihofhalde und Maihofmatte erbaute Siedlung wurde bisher noch nie umfassend saniert. Jetzt ist es so weit. Ein von der ABL durchgeführter Architekturwettbewerb zur Erneuerung und Verdichtung der Siedlung ist entschieden.

Acht Architektenteams waren von der ABL zum anonym durchgeführten Wettbewerb eingeladen worden. Von ihnen wurde ein städtebauliches Gesamtkonzept mit total 175 Wohnungen verlangt. Vorgabe war, dass mindestens 95 Wohnungen neu erstellt und die restlichen Wohnungen saniert und teilweise ebenfalls erweitert werden müssen.

Junge Zürcher Architekten siegten

Ein junges Architektenteam aus Zürich, die Phalt Architekten AG, hat die Jury schliesslich am meisten überzeugt. Das gab die ABL gestern bekannt. Die Phalt Architekten setzten sich in der Überarbeitungsphase gegen das im ersten Durchgang zweitplatzierte Luzerner Büro Konstrukt durch.

Das siegreiche Projekt «Regatta» der Phalt Architekten vermochte die Jury unter anderem durch die Schaffung von «interessanten Raumabfolgen mit grossem Wohnwert» zu überzeugen. Trotz Verdichtung und Vergrösserung des Wohnangebots verbleibe ein Freiraum, der als «parkartige Mitte und soziales Zentrum» beschrieben wird, heisst es im Jurybericht.

177 Wohnungen wird die Siedlung gemäss dem Siegerprojekt künftig umfassen – 39 mehr als bisher. Davon werden sich 107, also etwas mehr als verlangt, in den Neubauten befinden. Abgerissen und neu gebaut werden unter anderen die Gebäude an der Maihofhalde 10 bis 30 (gerade Nummern). Ersatzneubauten gibt es auch an der Maihofhalde 7, 9 und 11 – mit völlig neuen Grundrissen. Im steilen Gelände südlich der Maihofhalde entstehen zudem drei grössere Neubaukörper.

Die Realisierung ist ab 2016 bis 2022 vorgesehen, und zwar etappenweise. «Wir rechnen dafür mit Investitionen von rund 80 Millionen Franken», sagt ABL-Geschäftsführer Bruno Koch. Im kommenden Jahr sollen der Gestaltungsplan und das definitive Bauprojekt erarbeitet werden. An einer Urabstimmung werden die ABL-Genossenschafter über das Projekt abstimmen können.

«Das Wohnangebot soll die Durchmischung fördern sowie ein attraktives Wohnen für alle Generationen und vielfältige Lebensentwürfe ermöglichen», teilte die ABL gestern mit. Und: «In den Häusern, die nur saniert werden, sollen auch weiterhin besonders günstige Wohnungen zur Verfügung stehen.»

Letzteres betrifft vor allem die Maihofmatte-Wohnungen. «Hier werden die Mietzinsen um rund 450 Franken monatlich steigen», verdeutlicht Bruno Koch. 3?- und 4?-Zimmer-Wohnungen kosten hier zurzeit 660 respektive 800 Franken.

Mietzinse verdoppelt

Gegenüber heute verdoppelt werden die Mietzinse in den Gebäuden Maihofhalde 7 bis 21 (ungerade Nummern) sowie 18 und 20. Hier kosten 3-Zimmer-Wohnungen heute 700 Franken, 4-Zimmer-Wohnungen 800. Künftig sind dort Balkonanbauten sowie Wohnraum- und Dachstockerweiterungen geplant. Laut Koch wurden die Mieter früh über die Baupläne informiert: «Schon seit einiger Zeit schliessen wir nur noch befristete Mietverträge ab.» Während der Bauphase werden den betroffenen Bewohnern der Siedlung Obermaihof 1 alternative Wohnmöglichkeiten in anderen ABL-Siedlungen angeboten.

Hinweis

Öffentliche Ausstellung aller Wettbewerbsprojekte im Sportgebäude Allmend, Zihlmattweg 46 in Luzern. 25. bis 27. und 29. November und 2. bis 4. Dezember.

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