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MAIHOF: Neues Restaurant trägt zur Integration bei

Wo früher Last­wagen repariert wurden, kann jetzt gegessen werden: Mit der «Libelle» erhält das Quartier eine neue Beiz.
Yves Portmann
Von links: Geschäftsführerin Franziska Kramer und die Festangestellten Samira Murati und Inka Haas gestern bei letzten Vorbe- reitungsarbeiten in der neuen Quartierbeiz. (Bild Manuela Jans)

Von links: Geschäftsführerin Franziska Kramer und die Festangestellten Samira Murati und Inka Haas gestern bei letzten Vorbe- reitungsarbeiten in der neuen Quartierbeiz. (Bild Manuela Jans)

Am Samstag öffnet an der Maihofstrasse 61 das Restaurant Libelle seine Tore. Das Spezielle an der neuen Quartierbeiz: Im Restaurant arbeiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen sowie Migranten und Bezüger von wirtschaftlicher Sozialhilfe oder einer IV-Rente. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz (SAH) ist die Trägerin der neuen Gaststätte.

15 bis 17 Angestellte

Speziell ist auch: Das neue Restaurant wurde in den Räumen der ehemaligen Garage Macchi eingerichtet. Hier wurden früher Lastwagen repariert. Davon ist nach mehrmonatigen Umbauarbeiten nichts mehr zu sehen. «Jetzt kann es losgehen – wir sind bereit», freut sich die 46-jährige Geschäftsführerin Franziska Kramer mit ihrem Team. In der «Libelle» arbeiten künftig 15 bis 17 Personen, die auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Unterstützt werden sie von sieben festen Mitarbeitern in Service, Küche und Büro. «Unser Ziel ist die Integration in den normalen Arbeitsmarkt. Die Teilnehmer bleiben maximal ein Jahr bei uns», so Kramer.

Das Lokal besticht optisch durch die rustikale Einrichtung mit einfachen Holztischen und -stühlen sowie einer Galerie mit langer Holzbank. Ins Auge stechen vier Kronleuchter mit beleuchteten, leeren Glasflaschen. «Innen können wir 70 Gäste bedienen. Draussen bieten die Gartenbeiz und das Strassencafé weitere 40 Plätze», sagt Kramer. Wie es sich für eine Quartierbeiz gehört, fehlt auf der Speisekarte Bratwurst und Rösti ebenso wenig wie Wurst-Käse-Salat. «Wir setzen auf einfache, regionale Gerichte», sagt Kramer. Das Restaurant ist täglich ab 9 Uhr durchgehend geöffnet.

«Die ‹Libelle› ist ein Glücksfall», sagt der Präsident des SAH Zentralschweiz, Beat Däppeler. «Nach längerer Suche sind wir auf die Maihofstrasse 61 gestossen. Der Eigentümer unterstützte uns in der Umsetzung der Idee stark.»

Betrieb soll selbsttragend sein

Der Betrieb eines Restaurants ist für das SAH Zentralschweiz Neuland. «In unseren Programmen gibt es immer mehr leistungseingeschränkte Teilnehmende. Deshalb wollen wir durch Qualifizierungs- und Trainingsprogramme erwerbslosen Personen den Einstieg in den normalen Arbeitsmarkt ermöglichen», erklärt Däppeler, der auch Personalchef der städtischen Pensionskasse ist. Wichtig sei ihm die Wahrnehmung des Restaurants als soziale Unternehmung. Dennoch: «Der Gastrobetrieb wird finanziell nicht subventioniert. Die Trainingsprogramme sind durch eine Spende der Drosos-Stiftung für drei Jahre finanziert.»

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