Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MALL OF SWITZERLAND: Ebikon schockt Kino mit Millionensteuer

Pünktlich zur Eröffnung der Mall of Switzerland will die Gemeinde Ebikon eine Billettsteuer einführen. Daraus dürften jährliche Mehreinnahmen von einer Million Franken resultieren.
Die Arbeiten an der Fassade laufen auf Hochtouren des noch zumeist im Rohbau stehenden zweitgroessten Shoppingcenter Mall of Switzerland in Ebikon (Bild: Urs Flueeler/Keystone)

Die Arbeiten an der Fassade laufen auf Hochtouren des noch zumeist im Rohbau stehenden zweitgroessten Shoppingcenter Mall of Switzerland in Ebikon (Bild: Urs Flueeler/Keystone)

Man könnte sie «Lex Mall» nennen: die neue Billettsteuer, die in Ebikon eingeführt werden soll. Darüber stimmen die Ebikoner am 21. Mai ab. Der Termin ist kein Zufall, im No­vember eröffnet die Mall of Switzerland. Vor allem das Multiplexkino mit seinen zwölf Sä- len soll dort grosse Billetteinnahmen generieren. Und davon will auch die Gemeinde profi­tieren, wie Finanzvorsteherin Susanne Troesch-Portmann letzte Woche gegenüber unserer Zeitung bestätigte (Ausgabe vom 22. April). Die Verantwortlichen der Mall seien über diese Absichten informiert worden.

Laut Troesch wurden die Verantwortlichen der Mall über die Einführung der Steuer informiert. Die Kinobetreiberin Pa­thé, welche am stärksten betroffen ist, erfuhr jedoch erst aus unserer Zeitung von den Absichten der Gemeinde. «Das war ein Schock für uns», sagt Brian Jones, Berater von Pathé, auf Anfrage. «Da geht es um viel Geld. Im Vollbetrieb wird es rund 1 Million Franken pro Jahr sein, die wir als Billettsteuer abliefern müssen.» Jones ist erstaunt, dass die Kinobetreiberin nicht vorab über die Einführung der neuen Steuer informiert wurde.

Kino überarbeitet Businessplan

«Die Billettsteuer hatten wir bisher nicht in unserem Businessplan. Die neue Ausgangslage ändert diesen nun enorm», sagt Jones weiter. Allerdings: Auch andere Kinobetreiber in unserer Region müssen eine Billettsteuer abliefern – und überleben trotzdem. Denn eine solche Steuer erheben auch die Stadt Luzern und die Gemeinde Emmen. Dennoch werde es für Pathé mit der unerwarteten Steuer nicht einfach werden, sagt Brian Jones. «Unser Kino in Ebikon wird kämpfen müssen. Die Konkurrenz in der Region ist gross, und die Kosten in der Mall of Switzerland sind hoch.» Noch ist unklar, was die Kinobetreiberin unternimmt. Klar ist jedoch, dass sie bei den Ticketpreisen aufgrund der grossen Konkurrenz keinen grossen Spielraum hat.

(cgl)

Blick auf die Baustelle der Mall of Switzerland in Ebikon. (Bild: Roger Grütter)

Blick auf die Baustelle der Mall of Switzerland in Ebikon. (Bild: Roger Grütter)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.