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Die Mall of Switzerland muss schon nach einem halben Jahr über die Bücher

Die Mall of Switzerland in Ebikon lässt eine Projektgruppe prüfen, wie das Attikageschoss anders genutzt werden könnte. Dennoch sei man auf Kurs, sagt Mall-Chef Jan Wengeler.
Roman Schenkel
Die Mall of Switzerland kämpft um mehr Kunden. (Bild: Nadia Schärli, 20. November 2017)

Die Mall of Switzerland kämpft um mehr Kunden. (Bild: Nadia Schärli, 20. November 2017)

Das für 450 Mil­lionen Franken erbaute und im letzten November eröffnete zweitgrösste Shoppingcenter der Schweiz steckt laut «Sonntagszeitung» in der Krise. Einzelne Mieter der 65000 Quadratmeter grossen Mall würden nur einen Viertel des geplanten Jahresumsatzes erzielen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Gewährsmann. Deshalb plane die Mall of Switzerland in Ebikon eine alternative Nutzung von noch leerstehenden Ladenflächen.

20 Prozent leerstehende Verkaufsfläche

Centermanager Jan Wengeler. (Bild: PD)

Centermanager Jan Wengeler. (Bild: PD)

Centermanager Jan Wengeler bestätigte am Sonntag auf Anfrage, dass eine neue Projektgruppe ihre Arbeit aufgenommen hat, um Wege für eine andere Nutzung der noch unvermieteten 3000 Quadratmeter aufzuzeigen. Damit sind auch die Investo­ren aus Abu Dhabi einverstanden, die neben dem Centermanagement und weiteren Spezialisten in der Arbeitsgruppe vertreten sein werden. Im Fokus der Konzeptarbeiten steht das Attikageschoss. «Dass bei der vermietbaren Fläche in der Mall noch knapp 20 Pro­zent Potenzial besteht, ist aber nichts Neues», so Wengeler.

Die andersweitige Nutzung verbleibe im Rahmen des ursprünglichen Gesamtkonzepts und dürfte in den Bereich Freizeit gehen. Weiter lässt sich Wengeler nicht in die Karten blicken. «Wir haben immer gesagt, dass wir kein reines Shoppingcenter sein werden», sagt Wengeler. Das zeigten die Kinos wie auch die Indoor-Surfanlage, die Mitte September eröffnet wird. Im November kommt zudem eine Gruppenpraxis mit vier Ärzten hinzu.

Nicht im Fokus: Wohnungen oder klassische Büros

Die Umnutzung in Wohnungen oder klassische Bürofläche würde aber nicht im Fokus stehen. «Falls es in Richtung Büro gehen sollte, dann eher im Bereich Co-Working-Space», sagt Wengeler. Aktuell laufe eine Marktforschungsstudie, um den Bedarf möglicher Angebote bei der Bevölkerung zu prüfen. Die Änderungen werden laut Wengeler in jedem Fall mit einer Investition verbunden sein. In welchem Rahmen könne noch nicht beziffert werden.

Dass die Mall grundsätzlich nicht auf Kurs sei, wie die «Sonntagszeitung» schreibt, verneint Wengeler. «Die Umsätze der Läden gesamthaft entsprechen den Erwartungen», sagt er. Der Centermanager gibt zwar zu, dass es Läden gebe, die nicht zufrieden seien mit den Umsätzen. «Das muss aber nicht zwingend mit der Mall of Switzerland zusammenhängen. Man muss jede Situation individuell betrachten», betont Wengeler.

«Die Umsätze der Läden gesamthaft entsprechen den Erwartungen.»
Jan Wengeler, Mall-Chef

Dass es verbreitet zu Mietzinsreduktionen komme, verneint er. «Das ist die Ultima Ratio. In einem ersten Schritt versuchen wir den Läden auf andere Art und Weise zu helfen», sagt er. Das könne im Bereich Marketing sein oder mit speziellen Angeboten. «Während der WM beispielsweise kann ein Sportartikelverkäufer seine Verkaufsfläche beim Public Viewing erweitern», so Wengeler.

Dass das Jahresziel von 5 Millionen Besuchern wohl nicht erreicht wird, streitet er nicht ab. «Das war jedoch eine Berechnung vor der Eröffnung. Wir gehen davon aus, dass wir in drei bis fünf Jahren in den Bereich von 4,5 bis 5 Millionen Besuchern pro Jahr kommen werden», sagt er. Bis im Juni konnte die Mall rund 2 Millionen Besucher verzeichnen (wir berichteten).

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