MALTERS: CVP will Neubau des Altersheims vorantreiben

Das Alters- und Pflegeheim Bodenmatt platzt aus allen Nähten. Viele Malterser Senioren müssen daher fremdplatziert werden. Ein Ausbauprojekt ist in Planung – doch die Zeit drängt.

Sandra Monika Ziegler
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Das Alters- und Wohnheim Bodenmatt in Malters. (Bild: PD)

Das Alters- und Wohnheim Bodenmatt in Malters. (Bild: PD)

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Die CVP Malters hat an ihrer ­letzten Parteiversammlung das Schwerpunktthema «Wohnen im Alter» dargelegt. Konkret geht es der Partei darum, dass die Projekte neues Pflegeheim und betreutes Wohnen schneller umgesetzt werden. Denn die Bewilligung der Planungsregion Luzern und des Luzerner Regierungs­rates für die Aufstockung auf 84 Pflegebetten liegt zwar vor, gilt aber nur noch bis Ende 2019. Aktuell gibt es in der Gemeinde Malters 67 Betten in 60 Zimmern, davon 7 Doppelzimmer.

Es hat nicht nur zu wenige Betten in Malters, es mangelt auch an Raum, so CVP-Partei­präsident Daniel Piazza: «So etwa bei der Küchenanlieferung, dem Lager, den Stationszimmern und den Personalräumen.» Die CVP mahnt, dass schon heute Betagte aus Malters fremdplatziert werden müssen. So seien rund 30 Malterserinnen und Malterser in 18 Gemeinden ausserhalb der Gemeinde untergebracht. Sie hatten wegen der Vollbelegung gar keine andere Wahl gehabt, so Piazza. Denn das Pflegeheim Bodenmatt ist praktisch immer ausgebucht, und es mangelt an Langzeitpflegeplätzen, wie auch dem Geschäftsbericht 2016 des Zentrums Bodenmatt zu entnehmen ist.

Im Bericht äussert sich die Malterser Sozialvorsteherin Christine Buob mit folgenden Worten: «Unsere Gemeinde braucht dringend mehr Pflegeplätze, und auch betreutes Wohnen durch die Spitex im gleichen Haus kann Entlastung bringen.» Buob forderte damals bereits, dass die beiden Ausbauprojekte vorangetrieben werden müssen.

Kosten von mehreren Millionen Franken

Die Ausarbeitung der diversen Modelle der Altersbetreuung braucht Zeit. Der Gemeinderat arbeitet bereits seit fünf Jahren daran. Aktuell erarbeitet er einen Planungsbericht. Dieser wird der Gemeinderat dann laut Sozialvorsteherin Christine Buob Anfang nächsten Jahres den Par­teien zur Vernehmlassung zustellen. Die Umsetzung der Projekte wird voraussichtlich mehrere Millionen Franken kosten. Und solch hohe Investitionssummen übersteigen die Kompetenz des Gemeinderates. Deshalb werde es unweigerlich zu einer Volksabstimmung kommen, so Daniel Piazza weiter.

Und da die Realisierung der 84 bewilligten Pflegebetten bis Ende 2019 abgeschlossen sein sollte, dränge die Zeit erst recht. Deshalb fordert die Partei einen möglichst schnellen Abstimmungstermin.

Hoffen auf Abstimmung schon 2018

Auch Parteikollegin Christine Buob würde liebend gerne das genaue Abstimmungsdatum kennen. Doch die Terminfestlegung ist vom politischen Prozess abhängig. Trotzdem ist sie guten Mutes und hofft auf einen Termin noch im kommenden Jahr. Laut Christine Buob sollte es auf jeden Fall zu einer Abstimmung kommen, unabhängig von den Investitionskosten. «Bei solch einem wichtigen Projekt braucht es die Meinung der Bevölkerung», ist die Sozialvorsteherin überzeugt.

Die CVP steht hinter dem jetzigen Standort des Altersheimes Bodenmatt im Muoshofareal und will dort einen Neubau für die Pflege realisieren: «Die Lage ist zentral und gut eingebunden. Auf dem Areal sollen das neue Pflegeheim mit den 84 Betten und ­ eine Demenz-Wohngruppe mit 12 Betten realisiert werden», so Piazza. Eine Variante, die bereits durch den Gemeinderat vertieft analysiert worden sei und überzeuge, so Piazza. Das bestehende Alterswohnheim Bodenmatt soll jedoch nicht abgerissen werden, wie er gleichzeitig betont. «Das Gebäude kann einer neuen Funktion zugeführt werden, dem betreuten Wohnen und der Integration der Spitex.»

Der Option, das heutige Bodenmatt-Gebäude zweckgebunden an Dritte im Baurecht abzugeben und damit die Schuldensituation der Gemeinde zu verbessern, steht die Partei positiv gegenüber. Diese Kombination von Alt und Neu ist die sogenannte Ensemblelösung, wie Piazza erklärt. «Nach Ansicht unserer Partei ist dieses Geschäft für die Gemeinde Malters das wichtigste der Legislatur.»