Malters: Erde gerät wieder ins Rutschen

In der Gemeinde Malters hat sich die Aktivität der im Oktober 2010 ins Rutschen geratenen Erde wieder verstärkt. Das Betreten des Rutschgebiets ist verboten, da akute Lebensgefahr herrscht.

Drucken
Teilen
Die Abrissstelle im Gebiet Rümlig in Malters. (Bild: PD)

Die Abrissstelle im Gebiet Rümlig in Malters. (Bild: PD)

Im Oktober 2010 hat sich vom Gemeindegebiet Malters ins Tal des Rümlig bei der Liegenschaft Däge (Werthenstein) ein ca. 2 Hektaren grosser Erdrutsch ereignet. Erst Mitte November konnte wieder Entwarnung gegeben werden, da sich die Rutschung beruhigte.

Seit Weihnachten hat sich die Aktivität des Rutsches wieder verstärkt, wie die Gemeinden Malters und Werthenstein am Freitag gemeinsam mitteilten. Ein Zusammenhang mit den grossen Niederschlagsmengen und der Schneeschmelze ist wahrscheinlich.

An der Talflanke sind starke Rutschbewegungen im Gang, welche sich auch in absehbarer Zeit kaum beruhigen werden. Die abgerutschten Geröllmassen haben das Flussbett des Rümligs auf eine Länge von ca. 150 Meter eingeengt, so dass sich hinter den Schuttmassen ein langgezogenes Seelein gebildet hat.

Der projektleitende Geologe Klaus Louis hat eine markante Verschlechterung der Situation gegenüber dem November festgestellt. Das hat die Behörden von Malters und Werthenstein dazu bewogen, vertiefte Abklärungen vorzunehmen. Von Spezialisten sollen die verschiedenen möglichen Szenarien auf ihr Risiko für die Bevölkerung hin beurteilt werden. Diese Arbeiten werden im Verlauf des ersten Quartals ausgeführt.

Zur Zeit besteht für die unterliegenden Bewohner von Schachen jedoch keine Gefahr. Das Rutschgebiet selbst bleibt grossräumig gesperrt. Das Betreten ist verboten, da akute Lebensgefahr herrscht.

pd/zim