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MALTERS: Kinder stellen 8000 süsse Meisterwerke her

Der Chnusperhäuschen-Event bei der Hug AG in Malters gehört für viele Familien fest in die Jahresagenda. Rund 14 000 kleine und grosse Baumeister haben gestern Chnusperhäuschen aus dem Lebkuchenboden gestampft.
Hannes Bucher
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Vega Born bastelt zusammen mit Pascal Bucheli an einem Chnusperhäuschen. Bild: Nadia Schärli (Malters, 12. November 2016)

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Vega Born bastelt zusammen mit Pascal Bucheli an einem Chnusperhäuschen. Bild: Nadia Schärli (Malters, 12. November 2016)

«Es macht einfach Freude. Seit 14 Jahren schon und jedes Jahr wieder von Neuem», sagt Andreas Hug. Der Geschäftsführer blickt vergnügt ins volle Zelt, das gestern Samstag vor dem Hauptsitz der Hug AG in Malters steht. Tischreihe reiht sich an Tischreihe. Und alle sind besetzt.

Hunderte von kleinen und grossen Baumeister sind eifrig an der Arbeit. Das Besondere an diesen Bastelszenen: Nicht Leim, Papier oder Sperrholz sind die Werkmaterialien. Fast wie im Märchen besteht der «Baugrund» aus duftendem Lebkuchen. Eine Menge Hug-Guetzli in allen Farben und Formen steckt in der Papiertüte, welche beim Eingang ins Zelt ausgehändigt wird. Dazu kommt der «Bauzement» – will heissen, die süsse Masse, der Zuckerguss. Damit werden die Bauelemente verbunden und bunt verziert. Vielfältiges, überaus Kreatives, ist auszumachen. Keiner scheint zu klein, keiner auch zu gross, in die süsse Tätigkeit einzutauchen.

Hälfte der Belegschaft steht im Einsatz

Zum 14. Mal hat der Anlass gestern stattgefunden. «In vielen Familien ist er fest in der Jahresagenda. Man weiss, dass er jedes Jahr am zweiten Novembersamstag stattfindet», sagt Andi Hug, der mit seinem Bruder Werner das Unternehmen leitet. Geld lässt sich keins mit den Chnusperhäuschen verdienen. Das will die Firma auch nicht. Gerade mal 10 Franken kostet der süsse Bausatz. Die Hälfte des Erlöses geht in einen Fond, den die Firma vor 14 Jahren aus Anlass des 125-Jahr-Jubiläums gegründet hat. Daraus wird finanzschwachen Familien ein Ferienaufenthalt im Pro-Juventute-Hotel Chesa Spuondas im Engadin ermöglicht.

Reibungslos ist gestern der Anlass über die Bühne gegangen. Dafür sorgten die rund 160 Hug-Mitarbeiter, die im Einsatz standen. «Das ist rund die Hälfte der Hug-Belegschaft», sagt Projektleiterin Claudia Häcki. Ein Arbeitstag werde den Angestellten angerechnet. Es genüge jeweils ein Aufruf im Sommer zu machen, um die Helferzahl zu rekrutieren. «Es ist für uns in dem Sinn auch ein interner Teamanlass», sagt Andreas Hug. Das Chnusperhäuschen-Bauen war aber gestern nur das eine: Die bunten Hinweistafeln vor dem Hug-Gebäude verwiesen noch auf vieles Weitere: Märchen mit Yolanda Steiner, Kindertanzen, Bastelecke oder Zaubern mit Magic-Pit zum Beispiel. Eifrig am Werken und am Schlecken sind gestern Mittag etwa die fünfjährige Anna De Col aus Oberdorf. Mami Raphaela De Col hat auch noch den Göttibub Tobias Abry aus Buochs mitgenommen. Anna wird ihr Häuschen daheim «no chli ufspare», wie sie sagt. Tobias hingegen je «nach Lust und Laune» abräumen. David und Cornelia Bolliger wiederum sind aus Moosleerau mit ihren Patenkindern Leon und Ben angereist. «Der Anlass ist immer so ausgezeichnet organisiert», sagen sie. Und: «Wir kommen bestimmt wieder.» Das können sie auch. Im nächsten Jahr findet das 15-Jahr-Jubiläum statt. «Da lassen wir uns sicher noch etwas Zusätzliches einfallen», sagt Mike De Bever, Marketing-Leiter der Hug AG.

Hannes Bucher
redaktion@zentralschweizamsonntag.ch

Olivia Zeier bäckert fleissig mit. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))Olivia Zeier bäckert fleissig mit. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Mutter Raphaela De Col, Anna De Col und Göttibueb Robias Abrj verzieren ein Häuschen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))Mutter Raphaela De Col, Anna De Col und Göttibueb Robias Abrj verzieren ein Häuschen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Ein wenig Naschen gehört auch dazu. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))Ein wenig Naschen gehört auch dazu. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Annik Lehmann und Philipp Lehmann bestaunen das Häuschen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))Annik Lehmann und Philipp Lehmann bestaunen das Häuschen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
4 Bilder

Chnusperhäuschen bauen

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