MALTERS: Kommission rollt Standortfrage neu auf

Der Gemeinderat will die neue Gemeindeverwaltung in das geplante Zentrum 2012 integrieren. Eine Petition will aber den alten Standort beibehalten. Nun soll eine Kommission die Suche nach einem geeigneten Platz neu diskutieren.

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Die Petitionäre setzen sich für einen Neubau des Verwaltungsgebäudes am bisherigen Standort ein. Im Billd: Petitionär Christof Studhalter vor dem Gemeindehaus Malters. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Petitionäre setzen sich für einen Neubau des Verwaltungsgebäudes am bisherigen Standort ein. Im Billd: Petitionär Christof Studhalter vor dem Gemeindehaus Malters. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

An einer nach Angaben der Gemeinde sehr gut besuchten Orientierungsversammlung habe eine rege Diskussion zur geplanten neuen Gemeindeverwaltung stattgefunden, teilt der Gemeinderat von Malters mit. Es seien verschiedene Bedenken geäussert worden, die man ernst nehmen wolle. 

Abstimmung auf Ende März verschieben

Deshalb sei der Gemeinderat nun mit den Investoren ins Gespräch getreten, um die vertraglich geforderte Baueingabe bis Ende März 2015 und die Vorlage an die Stimmberechtigten zeitlich von einander abzukoppeln. Die Volksabstimmung zum Thema Gemeindeverwaltung soll auf den Oktober 2015 verschoben werden.

Der Gemeinderat hat weiter entschieden, dass in der Zwischenzeit eine Kommission eingesetzt werden soll, welche die Bedenken aufnehme und die Standortevaluation des Gemeinderates überprüfe. Der Gemeinderat betont, dass die Standortfrage für ihn eine untergeordnete Bedeutung habe, wichtig sei eine kundenfreundliche, effiziente, optimal organisierte und finanziell tragbare Gemeindeverwaltung mit guten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden.

pd/uus

Petition will alten Standort

pd. Der Gemeinderat hatte in der Abstimmungsbotschaft zum Bebauungsplan Zentrum 2012 seine Absicht erklärt, die neue Gemeindeverwaltung in dieses Zentrum zu integrieren. Sowohl diese Absichtserklärung als auch die erste Orientierung zum Thema «neue Gemeindeverwaltung» vom Mai hätten damals zu keinen Reaktionen aus der Bevölkerung geführt, stellt der Gemeinderat etwas verwundert fest.

Erst die Einreichung einer Petition zum Thema «Standort der Gemeindeverwaltung» im September habe das Thema wieder in den Fokus der Diskussion gerückt.