MALTERS: Schwere Vorwürfe gegen Heim in Malters

Während 34 Jahren gab es in Malters ein Kinderheim. Hier scheint es ebenfalls zu Misshandlungen gekommen sein.

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Das ehemalige Kinderheim Malters in einem alten Prospekt der Institution im Gemeindearchiv Malters. (Bild pd)

Das ehemalige Kinderheim Malters in einem alten Prospekt der Institution im Gemeindearchiv Malters. (Bild pd)

Eine Ordensschwester soll im ehemaligen Kinderheim Malters Kinder geschlagen und psychisch misshandelt haben. Diese Vorwürfe werden von einem ehemaligen Heimkind in einem anonymen Brief erhoben.

Das Heim, das von 1938 bis 1972 existierte, wurde von den Ingenbohler Schwestern geführt und beherbergte jeweils knapp 40 Kinder zwischen 2 und 15 Jahren. Die heutige Provinzoberin Marie-Marthe Schönenberger nimmt die Aussagen «sehr ernst». Die beschuldigte Schwester sei bis ungefähr 1954 im Kinderheim tätig gewesen, bestätigt Schönenberger. Es werde die Aufgabe der unabhängigen externen Fachgruppe oder der kantonalen Expertenkommission sein, den Fall zu untersuchen.

Das Kinderheim-Gebäude an der Zwingstrasse besteht nach wie vor. Seit 1989 ist hier unter anderem ein Kindergarten untergebracht.

Dave Schläpfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.