MALTERS: Sechs Jahre Gefängnis für den Todesraser

Ein Subaru fliegt 2005 mit massiv überhöhtem Tempo in Malters von der Strasse, zwei Mitfahrer sterben. Das Bundesgericht attestiert dem Fahrer «besondere Rücksichtslosigkeit».

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Das völlig demolierte Auto wird geborgen. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Das völlig demolierte Auto wird geborgen. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Mit 188 Stundenkilometern rast ein getunter Subaru Impreza am 22. Juni 2005 gegen 23 Uhr Richtung Malters. Erlaubt wären sind 100 Kilometer pro Stunde. In einer Rechtskurve gerät der Fahrer erst auf die Gegenfahrbahn, entgeht knapp einem Zusammenstoss mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Darauf kommt der heute 30-jährige Schweizer von der Strasse ab. Zwei Mitfahrer, ein 22-jähriger Schweizer und ein 25-jähriger Mazedonier, werden aus dem Fahrzeug geschleudert und sterben an der Unfallstelle. Der Fahrer wird schwer verletzt.

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte den Fahrer, einen Automonteur, im Dezember 2008 zu sechs Jahren Freiheitsstrafe. Das Urteil fand schweizweit Beachtung. Der Verurteilte rief das Bundesgericht an. Dieses hat die Beschwerde vollumfänglich abgewiesen. Die Verurteilung sowohl wegen Gefährdung des Lebens als auch wegen fahrlässiger Tötung ist nach Meinung des Bundesgerichts, welches diese Frage erstmals zu beurteilen hatte, ohne weiteres zulässig.

Urs-Peter Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.