MALTERS: Todesraser muss sechs Jahre ins Gefängnis

Ein 29-jähriger Schweizer, der 2005 bei Malters einen schweren Selbstunfall mit zwei Toten verursacht hat, muss sechs Jahre hinter Gitter.

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Zwei Insassen starben noch auf der Unfallstelle - Juni 2005. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Zwei Insassen starben noch auf der Unfallstelle - Juni 2005. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Das Luzerner Obergericht hat einen ent­sprechenden Entscheid des Kriminalge­richts bestätigt.

Der schwere Unfall hatte sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2005 auf der Autostrasse von Werthenstein nach Malters zugetragen. Der 29-jährige Lenker war mit seinem getunten Auto mit mehr als 180 Stundenkilometern gerast und auf der lang gezogenen Rechtskurve kurz vor der Ausfahrt Malters nach links abgedriftet.

Das Fahrzeug wurde über die Fahrbahn hinausgeschleudert und prallte in einen Baum. Die beiden Mitfahrer, ein 22-jähriger Schweizer und ein 22-jähriger Mazedonier, wurden beim Unfall getötet, der Lenker war schwer verletzt worden.

Sechs Jahre Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung
Das Luzerner Kriminalgericht hatte den Mann im April dieses Jahres zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stufte das Verschulden des Lenkers als sehr schwer ein, weil dieser jegliche Rücksicht auf das Wohlergehen seiner beiden Mitfahrer habe vermissen lassen. Die Richter erkannten auf fahrlässige Tötung, obschon es sich um «einen absoluten Grenzfall zur eventualvorsätzlichen Tötung» handelte.

Das Luzerner Obergericht hat dieses Urteil nun bestätigt und den Raser ebenfalls wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln verurteilt. Auch nach Meinung der Oberrichter sind sechs Jahre Freiheitsstrafe für den Mann angemessen. Die schriftliche Urteilsbegründung steht noch aus.

ap

 

Das völlig demolierte Auto nach dem Unfall. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)