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MALTERS: Tödlicher Unfall trotz mehr Sicherheit

Auf der Umfahrungsstrasse H10 ist am Mittwoch ein Autofahrer ums Leben gekommen. Zwar hatte der Kanton vor zwei Jahren Sicherheitsvorkehrungen getroffen – doch ausgerechnet auf jenem Abschnitt nicht, wo sich der jüngste Unfall ereignete.
Chiara Stäheli
Die Unfallstelle beim Anschluss Blatten gestern Vormittag. (Bild: pd)

Die Unfallstelle beim Anschluss Blatten gestern Vormittag. (Bild: pd)

Chiara Stäheli

chiara.staeheli@luzernerzeitung.ch

Passiert ist es am Mittwoch im Morgenverkehr kurz vor 7 Uhr: Ein Autolenker fuhr auf der Umfahrungsstrasse H10 von Malters in Richtung Luzern. Unmittelbar vor der Ausfahrt Blatten geriet der Mann mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen. «Die Unfallursache ist noch unbekannt – ein Überholmanöver können wir nicht ausschliessen», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei.

Durch die Frontalkollision erlitt der 50-jährige Autofahrer schwerste Verletzungen, die noch auf der Unfallstelle zu seinem Tod führten. Der Chauffeur des Anhängerzuges, mit dem der Autolenker zusammenprallte, erlitt keine körperlichen Verletzungen. Wegen der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme durch die Polizei war die Umfahrungsstrasse während fast drei Stunden gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um, es kam zu Staus. Der entstandene Sachschaden beläuft sich gemäss Angaben der Polizei auf rund 50000 Franken.

Fünf tödliche Unfälle in sechs Jahren

Auf der Umfahrungsstrasse H10 zwischen Schachen und Littau kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. In den vergangenen sechs Jahren endeten fünf davon tödlich. Die Strecke verläuft ohne grosse Kurven und verleitet daher manche Fahrer dazu, die Tempolimite von 100 km/h zu überschreiten.

Aufgrund der Dutzenden Unfälle hat der Luzerner Regierungsrat im Juni 2016 entschieden, auf dem Abschnitt zwischen dem Knoten Schachen und dem Anschluss Blatten die bestehende Mittellinie an gewissen Stellen in eine doppelte Sicherheitslinie umzuwandeln. Allerdings: Ausgerechnet auf der Höhe der Unfallstelle vom Mittwoch blieb die normale Mittellinie bestehen.

Laut Mirija Weber von der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur hielt man sich bei der Anpassung der Sicherheitsvorkehrungen an die Empfehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bafu). Diese hatte die Strasse zuvor im Auftrag des Kantons Luzern überprüft. Aufgrund dessen hat der Regierungsrat zwischen dem Anschluss Blatten und dem Ortsbeginn Littau auch zusätzlich ein allgemeines Überholverbot verhängt.

Auf komplett durchgehende Sicherheitslinien und ein weitreichendes Überholverbot hat der Kanton gemäss Mirija Weber bewusst verzichtet: «Wenn auf übersichtlichen Strecken wie dem besagten Autostrassenabschnitt das Überholen unterbunden wird, kommt es auf den vor- und nachgelagerten Kantonsstrassen vermehrt zu riskanten Überholmanövern.»

Es stellt sich nun die Frage, ob ein Unfall, wie er sich am Mittwoch ereignete, mit weiteren Sicherheitsvorkehrungen wie etwa einer Mittelleitplanke hätte verhindert werden können. Mirija Weber sagt dazu: «Die Installation einer Mittelleitplanke wurde umfassend geprüft – diverse Faktoren sprachen jedoch dagegen.» Es sind dies: Erschwerte Zugänglichkeit bei Unfällen, blockierte Wildtiere, erschwerter Winterdienst und höhere Kosten.

«Sicherheit ist eine stetige Aufgabe»

Ob der Unfall zu weiteren Sicherheitsmassnahmen führt, kann Mirija Weber noch nicht sagen: «Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten ist eine zentrale und stetige Aufgabe unserer Dienststelle. Dabei orientieren wir uns am Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes.» Dieses sieht vor, dass Sicherheitsdefizite und Unfallschwerpunkte systematisch ermittelt und geeignete Massnahmen ergriffen werden.

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