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MALTERS: Und die Dorfheilige bleibt im Dorf

37 Nummern und 10 Wilde: Der Motteri-Umzug platzt fast aus allen Nähten: Die 10 000 Zuschauer danken es mit Applaus.
Sandra Monika Ziegler
Die Dorfheilige Monika Furrer am Mauteser Umzug. Laufen muss sie natürlich nicht. (Bild Roger Grütter)

Die Dorfheilige Monika Furrer am Mauteser Umzug. Laufen muss sie natürlich nicht. (Bild Roger Grütter)

Einen Zunftmeister braucht es in Malters nicht, dafür haben sie den Motteri-Rat. Die illustre Männerrunde steht im Dienste der Fasnacht. Dank diesen strammen Mannen fand in Malters der 38. Umzug statt. Seinen Namen hat der Rat vom Motteri, einer Zeichnung von Zebedäus Gemper. Bereits 1974 trieb er sein Unwesen, denn Motteris Ohren lauschten das ganze Jahr hindurch, und seinem Blick entging nichts. All dies war dann in der Fasnachtszeitung zu lesen.

Keine Zunft

Guggenmusig Moosschränzer Wauwil (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Guggenmusig Moosschränzer Wauwil (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Familiengruppe BAFF Malters (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Die Dorfheilige Monika Furrer am Mauteser Umzug. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Die Dorfheilige Monika Furrer am Mauteser Umzug. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
mir sänkid ez de Stüre dank de neue Parkgebühre (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Die Parkgebühren – eine Eselei? (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Familienclub Littau (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Rüüdig durchgeknallt (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Legomässig unterwegs (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Mexikaner (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
99 Luftballons (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Ein hübsches Quartett (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Gross und klein (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Ein rüüdig schönes Paar (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Mit Power beim Motteri-Umzug (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Wer hat das schönere Schnürchen? (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Pferdisch gut (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Der König und sein Joker. (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Drei Jodler im Koffer. (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Ein bäuerliches Paar (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Der Hutmacher aus "Alice im Wunderland", aber gleich fünffach. (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Aus dem Königreich Schwarzenberg (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Die Knorr-Männchen kochen ihr Süppchen. (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Drei Freunde (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Total durchgeknallt (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Total durchgeknallt (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Hexenmässig (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Wicki und die starken Männer (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Es grüsst das Königspaar. (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Zwerg mit Nasenring (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
Wer traut der Braut? (Bild: Leser Oliver Gutfleisch)
32 Bilder

Motteri-Umzug Malters

Anno 1974 waren in etwa sechs Nasen für die Produktion der Fasnachtszeitung verantwortlich. Doch bald schon wollten sie mehr. Und so wurden die Zeitungsmacher auch zu den Umzugsverantwortlichen. «Doch wir sind keine Zunft und wollen auch gar keine sein», betont Obermotteri Mechu.

Damit trotzdem Geld in die Kasse kommt, fährt der Sammelwagen am Umzug mit, und die Motteris animieren zur Spende. Durch die Lautsprecher ist zu vernehmen: «Do es Nötli, det e paar Franke mier säged euch ganz herzlich danke.» Das Gesammelte wandere jedoch nicht in die eigenen Taschen, damit werden Einzelmasken, Gruppen und Wagenbauer, die mitlaufen, entlöhnt. «Das kann Bares oder können Essensbons sein», so Mechu und fügt an: «37 Nummern waren angemeldet, und zehn Wilde werden zusätzlich erwartet.»

Nicht motorisiert

Für die Wilden gab es übrigens nur die Regel, nicht motorisiert zu kommen. So standen sie entlang der Route bereit, um spontan einzusteigen. Gestartet wurde der Umzug mit einem «Bättruef» von der «Ehre-Schatteruugger Blatten». Mit ihrem Ruf wollen sie das Obergeissloch, ihre Alp, retten. Den Schluss machten die Gebrüder Lötscher aus Malters mit ihrem Buurehof. Sie sind bestens bekannt für wenig Schlaf und graue Haare. Dazwischen waren 35 Nummer von verspielt bis gruselig schön, von archaisch bis heilig. Denn die Mauteser haben eine Dorfheilige. Es ist Monika Furrer. Die 77-Jährige kam zur Heiligsprechung wie die Jungfrau zum Kind. Sie trägts mit Fassung und macht gleich einen Vers: «Dorfheiligi z wärde, das esch liecht! Es brucht dezue keis Chileliecht.»

Sandra Monika Ziegler

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