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«Man sollte es kritisch begleiten»

Nachgefragt

Hausaufgaben Unsere Zeitung machte gestern publik, dass Kriens als erste Gemeinde in der Zentralschweiz die klassischen Hausaufgaben in der Primarschule streicht. Ab dem kommenden Schuljahr sollen Schüler den Stoff stattdessen in individuellen Lernzeiten während der Schulzeit vertiefen. Nicht involviert war bei diesem Entscheid die Kommission für Bildung, Soziales und Gesundheit. Dies, weil das Thema in der Kompetenz des Krienser Gemeinderates liegt. Was aber hält die Kommission von dem Vorhaben? Auf Anfrage nimmt Kommissionsmitglied und Einwohnerrat Bruno Bienz (Grüne) dazu nun Stellung.

Bruno Bienz, ab dem kommenden Schuljahr wird es in den Krienser Primarschulen keine «Husi» mehr geben. Wie beurteilt das die Kommission für Bildung, Soziales und Gesundheit?

Wir wurden von diesem Entscheid des Gemeinderates ziemlich überrascht und hatten deshalb noch gar keine Gelegenheit, das Thema zu diskutieren. Wir hoffen deshalb, dass zumindest die Lehrer involviert waren.

Sie wussten nichts von den Plänen des Gemeinderates?

Nein, deshalb sind wir schon ein bisschen enttäuscht. Die Hausaufgaben abzuschaffen, war schon früher einmal ein Thema. Dass es so schnell kommt, davon war aber nie die Rede.

Und was hält die Kommission vom Entscheid, die Hausaufgaben zu streichen, an sich?

Ein Versuch ist es sicher wert. Das Ganze sollte aber kritisch begleitet werden. Am Gemeinderatsentscheid rütteln können wir nicht, wir werden das Thema in der Kommission aber sicher aufnehmen und zum Beispiel einen Wirkungsbericht verlangen.

Als Folge des Entscheids wird nun auch die seit 1977 bestehende Hausaufgabenhilfe Doposcuola aufgelöst. Dabei plante Kriens vor vier Jahren noch, die Hausaufgabenhilfe in die Tagesstrukturen zu integrieren. Spielten beim Entscheid womöglich auch finanzielle Überlegungen eine Rolle?

Ich bin nicht sicher, ob die Gemeinde mit dem neuen Regime Kosten spart. Für die Verwaltung wird es jetzt aber in dem Sinn einfacher, dass sie nur noch die Schule als Ansprechpartner haben wird. Mehrere Player würde ich allerdings bevorzugen. Und dass es keine Doposcuola mehr geben wird, finde ich persönlich sehr schade. Es war eine niederschwellige Art der Hausaufgabenhilfe. (gjo)

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