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Mit dem Circus Monti wird die Manege zum Rummelplatz

Das neueste Spektakel des Circus Monti auf der Luzerner Allmend entführt die Besucher in die bunte Welt der Jahrmärkte.
Sabina South

Ein laues Septemberlüftchen wehte dem Zuschauer verführerischen Popcornduft entgegen und versprach Süsses, nicht nur für die Zunge. «Jour de fête» nennt Circus Monti seine 35. Inszenierung nach dem Konzept von Andreas Manz und Bernard Stöckli. Das neueste Spektakel feierte am Mittwochabend auf der Luzerner Allmend Premiere.

In den kommenden zwei Stunden sass man nicht nur unter einem gut besetzten Zirkuszelt, sondern befand sich auch mitten auf einem lebendigen Rummelplatz.

Artisten schaffen Nähe zu den Besuchern

Die Enthüllung des Bühnenbilds – ein beleuchtetes, halbes Riesenrad mit fünf roten Gondeln – löste gleich zu Beginn ein bewunderndes Raunen aus. Ein Hingucker, der vom vierzehnköpfigen Ensemble während des Spektakels bespielt und in dessen akrobatische Einlagen mit einbezogen wurde. So war das Riesenrad plötzlich Absprungsplattform für eine Luftdarbietung, die einzelnen Gondeln Aussichtsplatz für Zaungäste. Die Artisten schafften gleich zu Beginn der Vorführung Nähe zu ihren Besuchern. Übermütig tänzelten sie aus der Manege, um die Zuschauer mit Umarmungen zu begrüssen.

Und schon war man gefangen, im Groove der «Jour de fête». Schliesslich bot das Ensemble auf unkonventionelle Weise alles, was zu einem traditionellen Jahrmarkt gehört. Der Klassiker «Hau-den-Lukas» wurde von zwei komischen Figuren zum Turngerät umgewandelt. Da durfte der Hammer auch mal am Boden liegen bleiben und einem Skateboard Platz machen, auf dem halsbrecherische Sprünge vorgeführt wurden.

(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
(Bild: PD Circus Monti)(Bild: PD Circus Monti)
Das Ensemble des Circus Monti imitiert im Rhönrad eine Fahrt auf der Achterbahn. (Bild: PD Circus Monti)Das Ensemble des Circus Monti imitiert im Rhönrad eine Fahrt auf der Achterbahn. (Bild: PD Circus Monti)
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Circus Monti und die bunte Welt der Jahrmärkte

Lacher erzeugte aber nicht nur das komische Duo. Die scheinbar grenzenlose Kreativität der Artisten komprimierte sich beispielsweise auch in einem Rhönrad, welches als Requisit für einen Achterbahnwagen diente. Das Ensemble quetschte sich dafür ins Rad und imitierte die Fahrt auf einer Achterbahn. Stimmige Akrobatik am Vertikalseil (ohne Netz und doppelten Boden) und eine leidenschaftliche Performance am Chinesischen Mast sorgten für ruhigere, wenn auch nicht weniger dramatische Szenen. Unter der Leitung von Piotr Gunia untermalte das Circus-Orchester jede emotionale Schattierung, die eine Chilbi eben hervorrufen kann. Die Melodien, geschrieben von Thierry Epiney, wechselten fliessend von mitreissenden Rhythmen zu Klarinett- und Klaviersoli, die dem einen oder anderen Zuschauer eine Träne entlockten.

Spektakulärer Auftritt des Zirkusdirektors

Dank einer perfekt abgestimmten Choreografie von Colette Roy gab es Augenblicke unter dem Monti-Zelt, in denen Romantik und akrobatische Dramatik zu einem Kollektiv verschmolzen. Überhaupt nahm der Tanz während des ganzen Programms eine wichtige Rolle ein. Sogar bei der Diabolonummer, ausgeführt von Mario und Tobias Muntwyler und dem US-Amerikaner Willem McGowan, schienen die Diabolos ihren eigenen Charakter zu haben und tanzten als Teil der Choreografie durch die Luft.

Den Schlusspunkt setzte Zirkusdirektor Johannes Muntwyler alias Bürgermeister gleich selbst – unter tosendem Applaus im Putschauto. Viel zu früh wurde es Zeit, dem Jahrmarkttreiben Adieu zu sagen, hätte man sich doch eine «Toujours de fête» gewünscht.

HINWEIS
Der Circus Monti gastiert bis zum 22. September in Luzern.

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