Marbacher Gemeinderat ignoriert Gerichtsurteil

Die Gemeinde Marbach soll unrechtmässig Arbeiten an ein Unternehmen vergeben haben. Das sorgt bei der Aufsichtsstelle für Unmut.

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Gemeindeammann Pius Kaufmann Mitte Mai mit dem Modell, wie die Kreuzscheune (im Hintergrund) umgebaut werden soll. (Bild: NadiaSchärli / Neue LZ)

Gemeindeammann Pius Kaufmann Mitte Mai mit dem Modell, wie die Kreuzscheune (im Hintergrund) umgebaut werden soll. (Bild: NadiaSchärli / Neue LZ)

Die gemeindeeigene Kreuzscheune in Marbach sollte für 2,15 Millionen Franken ausgebaut und einem Unternehmen als Büroraum zur Verfügung gestellt werden. Jetzt sorgt der Umbau vor allem für Ärger: Gemäss Verwaltungsgericht soll die Gemeinde Arbeiten für den Rückbau unrechtmässig einer Firma vergeben haben. Diese habe den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) nicht eingehalten. Eine entsprechende Beschwerde hatte die paritätische Kommission der Sozialpartner, die für die Überwachung der GAV zuständig ist, eingereicht.

Selbst als das Urteil bekannt war, soll die Gemeinde die entsprechenden Arbeiten nicht gestoppt haben, sodass der betreffende Unternehmer trotz dem Urteil die Arbeiten zu Ende führte.

Gemeindeammann Pius Kaufmann rechtfertigt: «Wir haben gleich nach dem Bekanntwerden des Urteils mit dem zweitplatzierten Unternehmer Kontakt aufgenommen - aber dieser gab an, dass er auch ein Verfahren mit der paritätischen Kommission am Hals habe.» So hat die Gemeinde grünes Licht gegeben für die Fortführung der Arbeiten.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzern Zeitung.