MARIAHILFKIRCHE: Die SVP lehnt eine Moschee ab

«Die Idee, die Klosterkirche Mariahilf zur Moschee umzufunktionieren, ist völlig abwegig und wird von der SVP der Stadt Luzern kategorisch zurückgewiesen»: Dies teilte SVP-Präsident René Kuhn am Freitag in einer Medienmitteilung mit.

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Hintergrund: Weil die islamische Glaubensgemeinschaft in der Stadt ein neues Zentrum an zentraler Lage erstellen möchte und die Stadt Luzern eine neue Nutzung für die Mariahilfkirche an der Museggstrasse sucht, erklärten Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft, der katholischen Kirche sowie der Stadt auf Anfrage unserer Zeitung, eine Moschee in der Mariahilfkirche wäre für sie durchaus vorstellbar.

«Ungeheure Machtsymbolik»
Die SVP lehnt eine Moschee auf Musegg aus mehreren Gründen ab. Zum Beispiel sei die Moschee «aus topografischem Blickwinkel völlig ausgeschlossen», weil sie auf Musegg «hoch oben über unseren Köpfen eine ungeheure Machtsymbolik hätte, welche den Moslems in der Stadt Luzern nicht zusteht», schreibt SVP-Präsident Kuhn. Weiter moniert er, dass eine Moschee in der Mariahilfkirche eine «ungeheure Anziehungskraft» hätte, aber dass rund um die Kirche praktische keine frei verfügbaren Parkplätze vorhanden seien. Als Folge befürchtet Kuhn: «Ein Verkehrschaos, grosse Emissionen und Nachbarschaftskonflikte mit Folgen für Ruhe und Ordnung. 

Das Quartier würde damit massiv abgewertet.»
Die SVP wird laut Kuhn «alle möglichen demokratischen Mittel einsetzen», um eine Moschee auf Musegg zu verhindern. In der Medienmitteilung betont Kuhn  mit Verweis auf die Religionsfreiheit in der Schweiz , dass die SVP nicht generell gegen Gotteshäuser anderer Religionen sei.

red.