Marianne Wimmer soll in Ebikon den SP-Gemeinderatssitz zurückholen

Stille Wahlen wird es in Ebikon nächstes Jahr nicht geben: Die SP schlägt ihren Mitgliedern Marianne Wimmer-Lötscher zur Nomination für den Gemeinderat vor. Die 57-Jährige hat «richtig Lust auf das Amt».

Roman Hodel
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Marianne Wimmer-Lötscher.

Marianne Wimmer-Lötscher.

(Bild: PD)

Dass die SP zurück in den Gemeinderat will, hat die Partei bereits angekündigt (wir berichteten) – jetzt ist klar mit wem: Marianne Wimmer-Lötscher. Der Vorstand wird die 57-Jährige den Parteimitgliedern am 6. Januar zur Nomination für die Gesamterneuerungswahlen im März vorschlagen. Wimmer soll den 2016 verlorenen Gemeinderatssitz zurückholen. «Ich bin überzeugt, dass es wieder eine soziale und ökologische Stimme im Gemeinderat braucht und ich habe richtig Lust auf das Amt.» Chancen kann sie sich durchaus ausrechnen. «Ich bin in Ebikon gut vernetzt, ambitioniert und seit vielen Jahren politisch aktiv», sagt Wimmer. Seit 2017 politisiert sie zudem im Luzerner Kantonsrat.

Würde Wimmer gewählt, müsste sie ihren aktuellen Job, die Leitung des gemeindeeigenen Alters- und Pflegeheims Höchweid, abgeben:

«Das ist mir bewusst und das Ringen habe ich hinter mir.»

Denn sie übe ihren Job nach wie vor mit grosser Freude und grossem Engagement aus. Das sei mit ein Grund gewesen, wieso sie der Partei vor vier Jahren einen Korb gegeben habe, als es ebenfalls um eine Kandidatur ging. «Damals leitete ich das Höchweid erst fünf Jahre und der Zeitpunkt für einen Wechsel hätte für mich nicht gepasst», so Wimmer.

Von ihrer Erfahrung als Höchweid-Leiterin würde sie als Gemeinderätin profitieren, ist Wimmer überzeugt: «Ich bin in meinem aktuellen Job stark mit politischen Entscheiden konfrontiert und von diesen abhängig.» Überdies wisse sie, was es bedeutet, einen Betrieb wirtschaftlich zu führen. So wäre sie prädestiniert für das Ressort Gesellschaft und Soziales. Sie sagt dazu: «Sicher habe ich Präferenzen, aber ich bin offen für jedes Ressort.» Klar ist: Tritt Wimmer an, gibt es definitiv keine stille Wahl im Frühling. Denn die fünf bisherigen Gemeinderäte werden alle zur Wiederwahl antreten.