MARKO PERKOVIC: Juso will Konzert von «Thompson» verhindern

Die Jungsozialisten fordern Behörden und Veranstalter auf, das umstrittene Konzert von Marko «Thompson» Perkovic abzusagen. Ansonsten werde eine Protestkundgebung organisiert.

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David Roth von der Juso. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

David Roth von der Juso. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Am 3. Oktober soll der Sänger Marko «Thompson» Perkovic aus Kroatien in Froschkönig in Kriens auftreten. Die Jungsozialisten des Kantons Luzern wollen dieses Konzert verhindern. Ansonsten hat die Juso eine friedliche Protestkundgebung angekündigt.

Thompson verherrliche in seinen Liedern das faschistische Usta?a-Regime und das Konzentrationslager Jasenovac, so die Juso in einer Medienmitteilung. Dies zu akzeptieren, bedeute, sich mit Mördern zu verbrüdern. Dies könne die Juso nicht akzeptieren: «Wir lassen nicht zu, dass im Kanton Luzern rechtsextreme Konzerte stattfinden, schon gar nicht, wenn sie die Ermordung von zehntausenden von Menschen feiern», meint Grossstadtrat David Roth von der Juso Luzern.

Bis am Freitag hat man in Kriens nichts vom geplanten Konzert gewusst. Gemeindepräsidentin Helene Meyer-Jenni sagte, dass man sich an der nächsten Gemeindesitzung damit beschäftigen werde. Generell wolle man in der Gemeinde «weder Gewalt verherrlichen noch provozieren».

ost/red