MASERN: Masern: Bund fordert 18-tägige Schuldispens

Der Bund hat genug von den Masern-Epidemien in der Schweiz und verschärft seine Richtlinien. Die Luzerner Behörden sind uneins, ob das Problem so gelöst ist.

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Lara wird von Dr. Hugo Schön, Facharzt für Kinder und Jugendliche, geimpft. Themenbild. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Lara wird von Dr. Hugo Schön, Facharzt für Kinder und Jugendliche, geimpft. Themenbild. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Jetzt greift das Bundesamt für Gesundheit in die Diskussion um eine höhere Impfrate bei Masern ein. Ein 29-seitiges Papier sieht brisante Massnahmen vor: An Masern erkrankte Kinder sollen 18 Tage vom Schulbesuch ausgeschlossen werden.

Seit November 2006 sind im Kanton Luzern 951 Menschen an Masern erkrankt - jeder vierte Masernfall der Schweiz ereignete sich in Luzern. Gesundheitsdirektor Markus Dürr hat genug. «Inzwischen ist bereits in Amerika publik geworden, dass Luzern viele Masernfälle hat.»

Anders als Dürr kann die Kantonsärztin Annalis Marty einer 18-tägigen Schuldispens nur wenig Positives abgewinnen und bezeichnet diese Idee «als Notfallübung». Denn letztlich sei damit das Problem, eine zu niedrige Durchimpfungsrate, nicht gelöst. «Dafür verpassen je nach Situation teils gleich mehrere Schüler einer Klasse für 18 Tage den Unterricht.»

Simone Hinnen und Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Montag.