Kommentar

Massive Mehrkosten bei Krienser Prestigeprojekten: Kontrolle hat versagt

Das Stadion Kleinfeld und das Krienser Zentrumsprojekt verursachen Mehrkosten von insgesamt 7,4 Millionen Franken. Nun braucht es eine saubere Aufklärung der Versäumnisse.

Beatrice Vogel
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Beatrice Vogel, Redaktorin Stadt/Region Luzern.

Beatrice Vogel, Redaktorin Stadt/Region Luzern.

Die beiden grossen Krienser Neubauten – das Zentrumsprojekt und das Kleinfeld- Stadion – sind 10 respektive 25 Prozent teurer als erwartet. Um die Kosten zu decken, muss der Stadtrat nun für beide Projekte bereits zum zweiten Mal Zusatzkredite beantragen. Dass Unvorhergesehenes Mehrkosten verursacht – etwa wegen Altlasten – ist einleuchtend.

Beim Stadion sei zudem der Zeitdruck hoch gewesen und viele Details noch nicht geplant, als man das Kostendach gesetzt habe, erklärt der Stadtrat. Das allein ist aber noch kein Grund, sich derart zu verschätzen. Das ist schlicht eine Frage der seriösen Planung.

Noch dicker kommt es beim Zentrumsprojekt: Getätigte Ausgaben wurden nicht abgerechnet. Das vermeintlich vorhandene Geld wurde daher munter ausgegeben. Sowohl der Stadtrat als auch die Projektleitung waren offenbar nachlässig, Kontrollmechanismen haben nicht gegriffen. Dieser Mangel an Professionalität gibt all jenen Recht, die einst warnten, das Zentrumsprojekt sei eine Nummer zu gross für Kriens. Nun müssen nicht nur die Versäumnisse aufgearbeitet, sondern auch die Voraussetzungen geschaffen werden, damit solche Fehler künftig nicht mehr passieren können.

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Beatrice Vogel

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