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MASTERPLAN: Ein Boulevard für «Amplikon»

Der Ebikoner Gemeinderat will das Zentrum schöner gestalten. Dazu gehört auch eine Flaniermeile entlang der Zentralstrasse.
Die Zentralstrasse in Ebikon auf Höhe Ladengasse (Blick Richtung Root). Die heute vierspurige Strasse soll auf zwei Spuren reduziert werden und rechts einer Flaniermeile Platz machen. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Zentralstrasse in Ebikon auf Höhe Ladengasse (Blick Richtung Root). Die heute vierspurige Strasse soll auf zwei Spuren reduziert werden und rechts einer Flaniermeile Platz machen. (Bild Corinne Glanzmann)

Beatrice Vogel

Die Gemeinde Ebikon plant mit dem Masterplan ihre Zukunft – insbesondere soll damit dem Wunsch der Bevölkerung nach mehr Lebensqualität und einem Ort der Identität Rechnung getragen werden. Ein zentraler Punkt ist die Aufwertung des Gebiets entlang der Kantonsstrasse – weg von Amplikon hin zu einem attraktiven Ortsbild. Dazu gehört ein neues Verkehrskonzept auf dem Streckenabschnitt der Zentralstrasse, die das Dorfbild prägt (siehe Bild). Zwischen Schlössli- und Sonnekreuzung ist die Strasse heute vierspurig mit einer Mittelinsel. Von Luzern her betrachtet befinden sich daneben auf der rechten Seite noch eine Vorfahrt und Parkplätze zu den Geschäften in der Ladengasse und im Wydenhof.

Zweispurige Strasse ohne Insel

Gemäss Masterplan soll der Strassenabschnitt zu einem «Stadtboulevard» umgestaltet werden (siehe Grafik). Die Strasse ist dann nur noch zweispurig, die Mittelinsel wird entfernt. Daneben soll es rechts eine Art Begegnungszone als Einbahnstrasse geben. Sprich: langsamer Autoverkehr vor den Geschäften, Velos, Fussgänger, aber auch Parkplätze, Sitzbänke, Vitrinen und Platz für Boulevardrestaurants. Das Ganze wird komplettiert durch Baumreihen. Der Durchgangsverkehr wird dadurch vom dorfinternen Verkehr getrennt – Ein- und Ausfahrten der Mischzone bestehen nur an den beiden Enden des Boulevards.

«Reduktion auf 2 Spuren möglich»

Auf dem Papier sieht das gut aus, doch stellt sich die Frage, ob eine zweispurige Strasse das Verkehrsaufkommen schlucken kann. Ja, sagt Bauvorsteher Peter Schärli (SP). Der Verkehrsingenieur, der das Verkehrskonzept ausgearbeitet hat, habe natürlich das Verkehrsaufkommen berücksichtigt. «Der Verkehrsdurchfluss in Ebikon wird bestimmt durch die Kreuzungen. Auf diesem Streckenabschnitt gibt es weder Kreuzungen noch Abbieger. Deshalb ist er geeignet für eine Reduktion auf zwei Spuren», sagt Schärli.

Gleichmässiger Verkehrsfluss

«Die Konsequenz des Konzepts ist, dass der Verkehr zwar etwas langsamer, aber gleichmässiger fliesst. Dadurch braucht man genau gleichviel Zeit für die Strecke wie vorher», so Schärli. Auf anderen Abschnitten der Kantonsstrasse sei dies nicht möglich, da die Kreuzungen zu kurz aufeinanderfolgen. Allerdings seien Anpassungen in der weiteren Planung noch möglich – «der Masterplan geht noch nicht so tief», sagt Schärli.

Der Stadtboulevard sei «eines der Schlüsselelemente des Masterplans». Die Projektierung ist Teil des kantonalen Bauprogramms 2015–18. Über einen entsprechenden Projektierungskredit muss noch der Kantonsrat entscheiden; genauso wie über einen allfälligen Baukredit. Die Realisierung ist frühestens ab 2018 denkbar.

HINWEIS
Der Masterplan wird an der Orientierungsversammlung vom Mittwoch, 27. Mai, um 19.30 Uhr in der Aula Wydenhof in Ebikon vorgestellt.

Alternativen für Fahrleitungen

bev. In einem offenen Brief forderte die CVP Ebikon den Gemeinderat letzte Woche auf, betreffend Verlängerung der Buslinie 1 bis zur Mall of Switzerland Alternativen zum Trolleybus zu prüfen (Ausgabe vom 16. Mai).

In seiner Stellungnahme, die gestern veröffentlicht wurde, schreibt der Gemeinderat, er unterstütze es, wenn neue Technologien geprüft und eingesetzt werden. «Es ist dem Gemeinderat sehr wichtig, dass der öffentliche Verkehr aufgrund der Entwicklungen im Rontal und im Zusammenhang mit dem Bau der Mall of Switzerland leistungsfähig ausgebaut wird.» Deshalb will er vom Verkehrsverbund Luzern (VVL) wissen, welche technischen Systeme als Alternative zum Fahrleitungssystem bei Trolleybussen geprüft und wo diese eingesetzt werden. Bei der Planung legt der Gemeinderat Wert darauf, dass der neue Busbahnhof spätestens 2018 realisiert wird und die Anbindung der Mall of Switzerland zügig erfolgt.

VVL favorisiert Fahrleitungen

Grund für den offenen Brief der CVP war die Sorge um das Ortsbild Ebikons: Die Fahrleitungen inklusive Leitungsmasten oder Spannseilen würden das Dorf verschandeln, findet die Partei. Verkehrsverbund und Kanton sagen zwar, dass Alternativen geprüft werden. Der Trolleybus mit Fahrleitungen werde aber klar favorisiert, da es für die stark frequentierte Linie 1 ein serienreifes und geprüftes System brauche.

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