Mattenhof-Verkauf kommt vors Volk

Die Grünen und die Jungen Grünen Kriens haben 650 Unterschriften gegen den Landverkauf im Mattenhof gesammelt und am Mittwoch eingereicht. Am 3. Februar entscheidet das Stimmvolk über den Verkauf.

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v.l. Maurus Frey Junge Grüne, Fredy Imgrüth Gemeindeschreiber Substitut und Raul Nideberger junge Grüne. Die beiden Grünen reichen Unterschriften für Referendum gegen Mattenhof Verkauf ein. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

v.l. Maurus Frey Junge Grüne, Fredy Imgrüth Gemeindeschreiber Substitut und Raul Nideberger junge Grüne. Die beiden Grünen reichen Unterschriften für Referendum gegen Mattenhof Verkauf ein. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

So soll die Überbauung bei Nacht aussehen: rechts das alte Zentralbahntrassee und die Allmend, links der Kreisel Mattenhof. (Bild: Scheitlin Syfrig Architekten Luzern)

So soll die Überbauung bei Nacht aussehen: rechts das alte Zentralbahntrassee und die Allmend, links der Kreisel Mattenhof. (Bild: Scheitlin Syfrig Architekten Luzern)

Die Partei wehrt sich gegen die «Verschleuderung von Gemeindeland zu Discountpreisen», wie sie in einer Mitteilung schreibt. Der Landpreis von 800 Franken pro Quadratmeter, den die Immobiliengesellschaft Mobimo zahlen würde, sei viel zu tief. Das Grundstück sei bestens erschlossen und erlaube eine hohe Ausnützung. In der Umgebung (Horw) würden Landpreise von bis zu 10'000 Franken bezahlt. Zusammengekommen sind 650 Unterschriften, nötig sind 500. Das Referendum hatten die Grünen und die Jungen Grünen Kriens ergriffen.

Die  Gemeinde Kriens sowie ein überparteiliches Komitee wollen das Grundstück nahe der S-Bahn-Haltestelle Kriens-Mattenhof für 4,3 Millionen Franken an die Immobilienfirma Mobimo verkaufen. Mobimo gehört bereits ein benachbartes Grundstück, ein weiteres ist im Besitz der Stadt Luzern. Falls auch Luzern sein Land an Mobimo verkauft, will diese dort übers gesamte Areal die Überbauung Mattenhof realisieren. Mit dem Verkauf erhalte Kriens einen neuen wirtschaftlichen Schub, ist das Komitee überzeugt. Kriens müsse sich nicht Richtung Sonnenberg und Pilatus entwickeln, sondern dort, an verkehrstechnisch bester Lage, wo es Sinn mache.

Mit dem Zustandekommen des Referendums kommt der Verkauf am 3. Februar definitiv vor s Stimmvolk, zusammen mit der Abstimmung über das Budget 2013 mit einer Steuererhöhung um 1/10 auf 2,0 Einheiten. Der Einwohnerrat hatte sich mit 28 zu 3 Stimmen klar für das Budget ausgesprochen. Dem Landverkauf stimmte der Einwohnerrat mit 26 zu 7 zu.

rem

Die Botschaft der Gemeinde Kriens »