MATURAARBEIT: Zwei Maturandinnen sahnen Preis ab

Zum dritten Mal verleiht die Theologische Fakultät der Universität Luzern einen Preis für die beste Maturaarbeit zum Thema Religion und Ethik. Dieses Jahr wurden zwei Arbeiten ausgezeichnet.

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Die beiden ausgezeichneten Maturandinnen: Simone Büeler (links, Kantonsschule Luzern) und Stefanie Wiederkehr (Kantonsschule Reussbühl. (Bild pd)

Die beiden ausgezeichneten Maturandinnen: Simone Büeler (links, Kantonsschule Luzern) und Stefanie Wiederkehr (Kantonsschule Reussbühl. (Bild pd)

Eine der beiden Gewinnerinnen ist Simone Büeler. Sie zeigt laut Medienmitteilung in ihrer Arbeit auf, wie die technischen Möglichkeiten der Pränataldiagnostik (PND) eine neue ethische Reflexion über den Umgang mit dem menschlich Unvollkommenen notwendig machen. Weiter mache sie darauf aufmerksam, wie schwierig die geforderte «neutrale» ärztliche Information angesichts der sachlichen und moralischen Komplexität der Thematik ist.

Interviews mit betroffenen Frauen
Die zweite Preisträgerin ist Stefanie Wiederkehr. Sie geht mit ihrer Arbeit ein politisch heikles und menschlich tief berührendes Thema an: Die weibliche Genitalverstümmelung von somalischen Frauen, die in der Schweiz leben. Die Verfasserin scheut sich laut Mitteilung nicht, die drastischen Details der Praxis und die Konsequenzen weiblicher Beschneidung aufzuzeigen. Gleichzeitig gelinge es ihr, gegenüber ihren Interviewpartnerinnen eine Haltung einzunehmen, die ihre Selbstbestimmung, Würde und Intimität respektiert, heisst es weiter.

Der Preis ist mit 500 Franken dotiert und wird von der Universitätsstiftung zur Verfügung gestellt. Die theologische Fakultät der Universität Luzern verleiht den Preis in Zusammenarbeit mit dem Religionswissenschaftlichen Seminar der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Eine Fachjury, bestehend aus zwei Theologen und einem Religionswissenschaftler, hat die Gewinnerinnen ausgewählt. Die Preise werden anlässlich der Maturafeiern am 20. Juni vergeben.

ana