Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

MATURANDENPORTRÄT: «Der gute Typ» für die Technik

Raphael Theiler von der Kantonsschule Willisau hat während seiner Schulzeit das Ämtli «Licht und Ton» übernommen. Mit seiner Maturaarbeit möchte er jungen Leuten zeigen, wie sie mit gefährlichen Situationen im Ausgang umgehen sollten.
Raphael Theiler kümmert sich um die Licht- und Tontechnik in der Aula der Kanti Willisau. (Bild: Dominik Wunderli, 22. Juni 2017)

Raphael Theiler kümmert sich um die Licht- und Tontechnik in der Aula der Kanti Willisau. (Bild: Dominik Wunderli, 22. Juni 2017)

Mit 14 Jahren hat Raphael Theiler das erste Mal die Technik für ein Theaterstück gemacht – für das Jugendtheater Ruswil. Kurz darauf suchte die Kantonsschule (KS) Willisau nach einem Schüler, der an Anlässen in der Aula die Technik organisiert. Raphael Theiler meldete sich und hat nun während vier Jahren dieses «Ämtli» gemacht. Das Wichtigste bei dieser Arbeit seien das Inter­esse und die Zuverlässigkeit. «Die Verantwortlichen sind bei solchen Anlässen oft im Stress und möchten sich nicht um die Technik kümmern», erklärt Theiler. Nicht zuletzt darum nennt ihn der Rektor «der gute Typ». Dass er meist der Einzige im Raum war, der über Technik Bescheid wusste, habe ihm viele Freiheiten gegeben.

Am liebsten hat der 18-Jährige bei Theateraufführungen Licht und Ton koordiniert: Dies sei am spannendsten, weil sich die Schauspieler ständig bewegen. Ein Theaterstück bedeutet aber auch viel Arbeit, so hat er während einer Woche jeweils jeden Abend an den Proben verbracht. Die Schule habe darunter aber nie gelitten.

Zivildienst als Assistenzlehrer absolviert

Neben der Technik verbringt Raphael Theiler seine Freizeit als Scharleiter der Jungwacht Ruswil. «Ich mag es, mit Kindern zu arbeiten», sagt er. Dies zeigt sich auch in seiner Maturaarbeit und dem Zivildienst, den er im nächsten Jahr machen wird: In seiner Maturaarbeit hat er eine Unterrichtsstunde geplant, in der er den Drittklässlern der KS Willisau Tipps gibt, wie sie mit gefährlichen Situationen im Ausgang umgehen sollen. Dabei ging es vor allem um Gefahren im Zusammenhang mit Suchtmitteln. Bei der Recherche war Theiler selbst von den potenziellen Gefahren schockiert. «Mir ging es nicht um Prävention, diese finde ich weniger sinnvoll, da die Jugendlichen sowieso ihre Erfahrungen machen.» Er ist der Meinung, dass er dank diesem lockeren Zugang leicht an die Schüler herankam. «Sie kennen mich und wissen, dass ich nicht mit dem Finger auf sie zeige.» Theiler hat die Unterrichtsstunde den Lehrern der KS Willisau zur Verfügung gestellt und hofft, dass sie weiterhin zum Einsatz kommt.

Im nächsten Jahr wird er im Rahmen des Zivildienstes in Willisau als Assistenzlehrer tätig sein. Weshalb nicht in Ruswil? «Dort würde ich zu viele Kinder von der Jungwacht kennen, das wäre für beide Seiten schwierig.» Er freut sich auf diese Erfahrung und schätzt sich glücklich, dass er die Möglichkeit bekommt. Es gebe nämlich nur sehr wenige Zivildienststellen als Assistenzlehrer. Ob er schliesslich auch an die PH möchte, lässt Theiler noch offen. «Ich habe mir dazu noch nicht viele Gedanken gemacht, da ich noch ein Jahr Zeit habe.» Die Technik zum Beruf zu machen, ist für ihn keine Option. «Dafür hat es mich zu wenig fasziniert.» Hobbymässig werde er aber weiterhin hinter dem Mischpult stehen.

Jessica Bamford

jessica.bamford@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.