Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MAUENSEE: Zwist um Amtsführung: Gemeinderat wird Pensum gekürzt

Gemeinderat Markus Dobmann (FDP) ist das Bildungsdossier entzogen und somit das Pensum markant gekürzt worden. Über die Gründe schweigt man sich aus.
Evelyne Fischer
In diesem Gebäude ist die Gemeindeverwaltung von Mauensee beheimatet. (Bild: Corinne Glanzmann (2. Februar 2018))

In diesem Gebäude ist die Gemeindeverwaltung von Mauensee beheimatet. (Bild: Corinne Glanzmann (2. Februar 2018))

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

Unüberbrückbare Differenzen über die Art und Weise, wie das Ressort Bildung geführt werden soll: Sie haben im Gemeinderat Mauensee zu einer markanten Neuorganisation geführt. Anfang Jahr ist Markus Dobmann (FDP) das Bildungsdossier entzogen worden. Die übrigen vier Gemeinderatsmitglieder seien «mit der Erledigung der Aufgaben im Bereich Bildung nicht einverstanden» gewesen und konnten das Festhalten am Status quo «nicht weiter verantworten», heisst es im gestern zugestellten Mitteilungsorgan «Mauensee Wellen».

Auf Anfrage sagt Gemeindepräsidentin Esther Zeilinger (CVP): «Die Probleme bestanden seit ­einigen Monaten.» Näher will sie die Differenzen nicht kommentieren. Nur so viel: «Es ging auch um Entscheidungskompetenzen.» Kein Zusammenhang hingegen bestehe mit der Aufstockung des Gemeinderats – per 1. September 2016 wurde die Behörde um zwei auf fünf Mitglieder erweitert.

«Ich spüre weiterhin das Vertrauen meiner Kollegen»

Zu den Beweggründen für den Dossierentzug will sich auch ­Gemeinderat Markus Dobmann nicht weiter äussern und beruft sich aufs Amtsgeheimnis. «Ich will keine Schlammschlacht in der Öffentlichkeit», sagt er. «Ich akzeptiere den Entscheid und werde mich weiterhin mit vollem Engagement für die Gemeinde einsetzen.» Unter dem Vorfall habe die Zusammenarbeit in der Kollegialbehörde nicht ge­litten, sagt Dobmann. «Ich spüre weiterhin das Vertrauen meiner Gemeinderatskollegen.» Ein Rücktritt sei nie zur Debatte gestanden. «Ich wurde 2016 für vier Jahre gewählt und werde das Amt mindestens so lange ausführen.»

Das Bildungsdossier entspricht einem Pensum von 19 Stellen­prozenten. Diese wurden Mitte Januar aufgeteilt – der grösste Teil ist neu bei Finanzvorsteher ­Michael Gisler (FDP) angesiedelt. «Als ehemaliges Mitglied der Schulpflege Mauensee hat er grosse Erfahrung in diesem Bereich», sagt Gemeindepräsidentin Zeilinger.

Die Pensen sehen neu folgendermassen aus: Esther Zeilinger 27 Prozent, Michael Gisler 35 Prozent, Priska Häfliger (CVP, Soziales und Gesundheit) 26 Prozent, Daniela Basile (parteilos, Bau und Infrastruktur) 27 Prozent.

Fünf Stellenprozent fürs Ressort Kultur

Markus Dobmann bleiben fünf Stellenprozente. Kann er mit diesem Mikropensum seinen Pflichten nachkommen? Er bejaht. «Es reicht für die Gemeinderatssitzung alle zwei Wochen und für die Aufgaben im Ressort Kultur.» Esther Zeilinger pflichtet bei.

Eine Zusatzbelastung kommt hingegen auf Michael Gisler zu. Mit der Neuverteilung sei diese verkraftbar, sagt er. «Momentan sind wir in einer ausserordent­lichen, aber zeitlich begrenzten Situation, die von allen zusätzliche Ressourcen abverlangt. Aber ich kann auf eine engagierte Schulpflege zählen, die mir ihre Unterstützung zugesagt hat.»

Markus Dobmann. (Bild: PD)

Markus Dobmann. (Bild: PD)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.