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Pensionierte Lehrerin aus England sucht die Luzerner Bauernfamilie Ammann

Die ehemalige Sprachlehrerin Maureen Stephenson (80) sucht eine Luzerner Bauernfamilie namens Ammann, die sie vor über 60 Jahren in Luzern kennen gelernt hat. Können Sie ihr helfen?
Simon Mathis
Familie Ammann. (Bild Maureen Stephenson)

Familie Ammann. (Bild Maureen Stephenson)

Vor einigen Wochen entdeckte die 80-jährige Engländerin Maureen Stephenson in einer Kiste eine Handvoll Fotografien. Sie zeigen eine Bauernfamilie aus Luzern. Nur zwei Wörter hat die pensionierte Sprachlehrerin auf die Rückseite der Fotos geschrieben: «Family Ammann». Vor über 60 Jahren hat sie die Familie in der Stadt Luzern kennen gelernt. Nun möchte Maureen wieder Kontakt zur Familie aufnehmen, wie sie in einem Brief an unsere Zeitung schreibt.

Daher der Aufruf an unsere Leser: Wer kennt die Familie Ammann? Bekannt ist lediglich der Vorname der jungen Frau mit dem weissen, geblümten Kleid: Sie heisst Anne-Marie.

Ein nordirischer Landwirt unter Schweizer Bauern

Der Nachmittag mit den Ammanns fand im August 1958 statt. Die 18-Jährige Maureen – geborene McIntyre – besuchte mit Onkel und Tante die Stadt Luzern. Die Reise dauerte sehr lange: Das Dreiergespann fuhr per Schiff, Zug und Autobus von Belfast nach Luzern. Maureen dolmetschte für Onkel und Tante, da sie in der Schule Deutsch lernte. Die McIntyres übernachteten im Hotel du Pont – im Herzen der Stadt.

Maureens Onkel John war ein wissbegieriger Landwirt aus Nordirland. Er versuchte, möglichst viel über die Gepflogenheiten und Techniken der hiesigen Bauern in Erfahrung zu bringen. Deshalb besuchte er regelmässig einen Bauernmarkt. Mutmasslich handelte es sich dabei um den Kornmarkt. Maureen stellte für ihren Onkel auf Deutsch Fragen über Samen und andere landwirtschaftliche Themen. Dort traf Maureen auf die Familie Ammann: Sie hatte einen Stand am Markt. Nach einem Gespräch luden die Ammans die McIntyres spontan auf ihren Hof ein.

Hinweis: Wir haben sehr viele konkrete Hinweise erhalten und gehen diesen nun nach – vielen Dank.

Der Betrieb befand sich auf einer Anhöhe im Umkreis der Stadt. «Wir mussten nicht lange gehen, höchstens eine Stunde per Fuss», erzählt Maureen Stephenson. «Am Schluss war der Aufstieg aber recht steil.» Sie meint sich ausserdem an Eisenbahnschienen zu erinnern, wahrscheinlich die einer Bodenbergbahn. In diesem Punkt könnte sie sich aber auch irren.

Nach der Arbeit gab’s Brot, Käse und Wein

«Mein Onkel half den Ammanns beim Heuen», sagt Maureen Stephenson. «Er staunte, wie steil dort die Heuwiesen waren. Im nordirischen Flachland kannte man solcherlei nicht.» Und auch die sogenannten Trischten – an einem Holzstock aufgeschichteten Heuhaufen – waren für John McIntyre neu. «Nach der Arbeit tranken wir Wein, assen Brot und Käse», schwärmt sie. «Es war ein wunderbarer Nachmittag, aber danach sahen wir uns nie wieder.»

Maureen Stephenson sucht nach den Ammanns, da sie ihre Fotosammlung sortieren und bereinigen will. «Ich will nicht, dass man nach meinem Tod vergisst, wer diese Leute auf den Fotos sind.» «Ausserdem würde ich gerne wieder mit den Ammanns in Kontakt treten.» An die Stadt Luzern habe sie nur glückliche Erinnerungen. Besonders vom Vierwaldstättersee ist sie bis heute begeistert. «Ich will unbedingt noch einmal nach Luzern reisen», sagt sie. «Gemeinsam mit meinem Mann. Denn er war noch nie dort.»

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