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Maurus Frey will für die Krienser Grünen das Stadtpräsidium verteidigen

Der aktuelle Präsident der grünen Kantonalpartei soll die Nachfolge des zurücktretenden Cyrill Wiget übernehmen. Handlungsbedarf sieht er in Kriens vor allem bei der Stadtplanung.
Stefan Dähler
Maurus Frey. (Bild: PD)

Maurus Frey. (Bild: PD)

Vor 15 Jahren eroberten die Grünen mit Cyrill Wiget erstmals einen Sitz in der Krienser Exekutive, später kam auch noch das Präsidium hinzu. Ende Legislatur tritt Wiget nun zurück. Seinen Stadtratssitz wie auch das Präsidium wollen die Grünen mit Maurus Frey (37) verteidigen. Das wurde an der Parteiversammlung am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Obwohl noch relativ jung, ist Frey politisch schon erfahren. Schon früh war er bei den Jungen Grünen Kriens aktiv, 2008 schaffte er den Sprung in den Einwohnerrat. 2013 trat Frey zurück, weil er nach Luzern umzog. Inzwischen lebt der ehemalige Pfader wieder in Kriens. Derzeit präsidiert er die grüne Kantonalpartei und ist Mitglied des Kantonsrats. Beruflich ist Frey als Leiter Entwicklung Umweltmesssysteme tätig. «Nach langer Tätigkeit auf kantonaler Ebene will ich mich wieder für meine Heimat einsetzen.»

Ziel: Mehr öffentliche Freiräume

Ein wichtiges Thema für Frey ist die Stadtentwicklung. Schon als Jungpolitiker lautete sein Slogan «Kriens darf nicht zur Schlafstadt werden». «Das ist heute noch aktuell. Die Stadt wächst stark, wir müssen die entsprechenden Herausforderungen aktiv angehen.» Wichtig sei, dass der Stadtrat sich noch aktiver für öffentliche Freiräume einsetzt. «Die sind bei dieser Verdichtung nötig, damit sich lebendige Quartiere entwickeln.» Weiter sind ihm unter anderem sichere Velowege und der Ausbau der Tagesstrukturen an den Schulen wichtig.

«Da das Dossier Stadtentwicklung zum Präsidium gehört, bietet sich eine Kandidatur für dieses an. «Es geht mir aber auch darum, neue Impulse einzubringen», sagt Frey. «Der Stadtrat war zuletzt stark mit sich selbst beschäftigt, etwa der Lohnfrage. Darum ist eine frische Kraft im Präsidium nötig.» Es würden ihn aber auch alle anderen Departemente reizen, betont Frey.

Rücktritt aus Kantonsrat bei Wahl?

Derzeit sind die Stadträte offiziell in einem 80-Prozent-Pensum angestellt. Eine Aufstockung auf 100 Prozent steht im Raum, was Frey als Vater zweier kleiner Kinder nicht befürworten würde. «Diese Diskussion ist nicht zeitgemäss.» Eine Aufstockung würde er aber hinnehmen, sollte sich dafür eine politische Mehrheit in Kriens bilden. «Letztendlich ist für das Amt nun mal so viel Zeit nötig, wie es braucht. Davor scheue ich mich nicht.» Offen ist, ob Frey bei einer Wahl aus dem Kantonsrat austritt. Das gälte es dann im konkreten Fall mit der Partei zu klären. «Wir Grünen sind solchen Ämterkumulationen gegenüber kritisch eingestellt.» Doch: «Für die Stadt Kriens ist es wichtig, mit mehreren Gewählten im Kantonsrat vertreten zu sein und den Kontakt mit diesen zu pflegen.»

FDP, CVP und SP treten mit zwei Personen an, die SVP mit einer. Wie schätzt Frey seine Chancen ein? «Ich bin zuversichtlich.» Er sei jung, dennoch erfahren, in Kriens verwurzelt und habe ein klares Profil. Dass grüne Themen derzeit Aufwind haben, sei sicher kein Nachteil, aber nicht entscheidend. «Bei Majorzwahlen geht es um die Person.» Für die Grünen sei eine zweite Kandidatur kein Thema gewesen. «Wir wollen weiterhin eine grüne Stimme im Stadtrat sichern und vor allem unseren Sitz halten.»

Grossandrang in den Krienser Stadtrat

Nachdem 2016 die bisherigen fünf Stadträte ohne Gegenkandidatur gewählt worden sind, wird es im März 2020 richtig spannend. Von den Bisherigen tritt nur Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne) zurück. Seine Partei will den Stadtratssitz mit Maurus Frey verteidigen. SP, FDP und CVP werden mit zwei Personen antreten, die SVP wohl mit einer.

Die SP schickt die bisherige Bildungsvorsteherin Judith Luthiger ins Rennen, Fraktionschef Cla Büchi kandidiert für das Stadtpräsidium. Die FDP will Letzteres mit dem bisherigen Bauvorsteher Matthias Senn erobern. Weiter tritt sie mit Einwohnerratspräsident Roger Erni an. Die CVP schickt zwei Bisherige ins Rennen: Finanzvorsteher Franco Faé und Sozialvorsteher Lothar Sidler. Das Präsidium greift sie nicht an. Wer für die SVP kandidiert, ist noch offen, nachdem sich Nationalrätin Yvette Estermann zurückgezogen hat.

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