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Medien – Fortschreitender Kahlschlag im Schweizer Blätterwald

In der Schweizer Presselandschaft blieb in den vergangenen Jahrzehnten kein Stein auf dem anderen. Hier die wichtigsten Stationen des Konzentrationsprozesses.
Chiara Zgraggen
Gehören seit diesem Jahr zusammen: Die NZZ-Mediengruppe und die AZ-Medien im Joint Venture CH Media. (Archivbild Keystone)

Gehören seit diesem Jahr zusammen: Die NZZ-Mediengruppe und die AZ-Medien im Joint Venture CH Media. (Archivbild Keystone)

  • 15. November 2018: CH Media gibt den Abbau von 200 Vollzeitstellen bekannt.
  • 7. Juni 2018: Tamedia stellt die gedruckte Ausgabe der Zeitung «Le Matin» auf Ende Juli ein und stellt 36 Kündigungen in Aussicht.
  • 17. Mai 2018: Die Tessiner Tageszeitung «Giornale del Popolo» wird eingestellt. Betroffen sind rund 30 Mitarbeitende.
  • 8. Mai 2018: Die Werbevermarkterin Publicitas, einst Flaggschiff im Markt für Zeitungswerbung, muss Konkurs anmelden.
  • 18. April 2018: Tamedia kauft die «Basler Zeitung» von Christoph Blochers Zeitungshaus AG. Diese übernimmt im Gegenzug das «Tagblatt der Stadt Zürich».
  • 7. Dezember 2017: NZZ-Mediengruppe und AZ Medien gründen ein Joint Venture für ihre Regionalzeitungen, CH Media. Hierzu zählt auch die Luzerner Zeitung.
  • 23. August 2017: Tamedia schafft auf Anfang 2018 zwei Zentralredaktionen für ihre Titel in der Deutsch- und Westschweiz.
  • 22. August 2017: Tamedia legt die Redaktionen von «20 minutes» und «Le Matin» per Anfang 2018 zusammen. Sechs Personen werden entlassen.
  • 16. August 2017: Die Basler BaZ Holding übernimmt den Zehnderverlag mit 24 Gratiszeitungen - rückwirkend per Anfang 2017.
  • 23. Januar 2017: Durch die Einstellung des Magazins «L'Hebdo» und eine Restrukturierung bei «Le Temps» baut Ringier 37 Stellen ab.
  • 2014: Ringier sichert sich die Mehrheit an «Le Temps».
  • 2014: Tamedia übernimmt von der Winterthurer Ziegler Druck- und Verlags-AG die Mehrheit am «Landboten».
  • 2010: Der französischen Medienkonzern Hersant übernimmt die Mehrheit am Unterwalliser «Nouvelliste» und schliesst diesen der gemeinsamen Redaktionsplattform der Hersant-Titel «La Côte», «L'Impartial», «L'Express» und «Journal du Jura» an.
  • 2010: Die Einführung des Newsrooms bei der der «Blick»-Gruppe hat 25 Kündigungen zur Folge.
  • 2010: Der Financier Tito Tettamanti und der Medienanwalt Martin Wagner kaufen die «Basler Zeitung». Vermutungen, Christoph Blocher wirke im Hintergrund mit, bestätigen sich 2013. Über Umwege gelangt die «BaZ» 2014 ganz an den SVP-Chefstrategen, an Chefredaktor Markus Somm und CEO Rolf Bollmann.
  • 2010: Die «Thurgauer Zeitung» geht von Tamedia an die NZZ-Mediengruppe. Im Gegenzug verkauft die NZZ ihre Beteiligungen an den Landzeitungen «Zürcher Unterländer», «Zürichsee Zeitung» und «Zürcher Oberländer» an die Tamedia.
  • 2009: Die AZ Medien übernehmen die Solothurner Vogt-Schild und damit die «Solothurner Zeitung» ganz. Im gleichen Jahr kündigen sie den Abbau von 65 Stellen an.
  • 2009: Tamedia übernimmt schrittweise bis 2011 Edipresse und damit die Tageszeitungen «24 heures», «Tribune de Genève» und «Le Matin» sowie die Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche».
    «Le matin bleu» wird eingestellt.
  • 2007: Die AZ Medien kaufen die «Basellandschaftliche Zeitung».
  • 2007: Tamedia und die «Basler Zeitung» starten die Pendlerzeitung «News». Nach dem Ausstieg der «BaZ» wird das Blatt 2009 eingestellt.
  • 2007: Durch den Erwerb der Espace Media übernimmt Tamedia die «Berner Zeitung» und den «Bund» sowie Beteiligungen an «Berner Oberländer und «Thuner Tagblatt».
  • 2006: Ringier startet die Gratisabendzeitungen «heute» sowie «cash daily», ein Gratisblatt für Wirtschaftsinformationen. «heute» wird 2008 durch «Blick am Abend» ersetzt, «cash daily» 2009 eingestellt.
  • 2006: Tamedia präsentiert als Konkurrenzblatt «20 minutes», eine Schwesterszeitung von «20 Minuten».
  • 2005: In der Romandie lanciert der Verlag Edipresse die Gratiszeitung «le matin bleu».
  • 2004: Die NZZ-Gruppe übernimmt die Mehrheit an der LZ Medien Holding, der Herausgeberin der «Neuen Luzerner Zeitung».
  • 2003: Die Espace Media bringt den «Bund» unter ihr Dach, indem sie einen Teil der NZZ-Anteile erwirbt.
  • 2001: «Aargauer Zeitung», «Solothurner Zeitung», «Oltner Tagblatt» und «Zofinger Tagblatt» schliessen sich zur «Mittelland Zeitung» zusammen, die Anfang 2002 mit einem gemeinsamen Mantelteil erscheint.
  • 1999: Skandinavische Verlagshäuser lancieren in der Schweiz erst «20 Minuten» und kurz darauf «Metropol», zwei Gratistageszeitungen. 2003 wird «Metropol» wieder eingestellt, und «20 Minuten» kommt unter die Fittiche von Tamedia.
  • 1997: «Le Nouveau Quotidien» und «Le Journal de Genève» fusionieren zu «Le Temps».
  • 1998: Die «NZZ» übernimmt die Mehrheit am Berner «Bund».
  • 1998: Die «Ostschweiz» geht nach 125 Jahren ein. 80 Angestellte werden entlassen.
  • 1997: Die «Berner Tagwacht» stellt nach 105 Jahren ihr Erscheinen aus wirtschaftlichen Gründen ein.
  • 1997: Zehn Titel aus Graubünden, Glarus, St. Gallen und Schwyz bilden die neue Tageszeitung «Südostschweiz», zu der auch die «Bündner Zeitung», das «Bündner Tagblatt» und die romanische «La Quotidiana» gehören.
  • 1996: Die beiden Neuenburger Tageszeitungen «L'Express» und «L'Impartial» geben ihre Zusammenarbeit bekannt.
  • 1996: Das «Aargauer Tagblatt» und «Badener Tagblatt» fusionieren zur «Aargauer Zeitung».
  • 1996: Aus dem Ringier-Blatt «Luzerner Neuste Nachrichten» und der «Luzerner Zeitung» wird die «Neue Luzerner Zeitung».
  • 1994: Die Genfer Tageszeitung «La Suisse» geht aus wirtschaftlichen Gründen unter.
  • 1994: Das «Thuner Tagblatt», der «Berner Oberländer» und das «Oberländische Volksblatt» treten mit dem Untertitel «Berner Oberland Zeitung» (BOZ) gemeinsam in Erscheinung und arbeiten redaktionell zusammen.
  • 1993: Das «Aargauer Tagblatt», das «Zofinger Tagblatt» sowie das «Oltner Tagblatt» vereinbaren eine Zusammenarbeit und tragen ab 1994 den gemeinsamen Untertitel «Mittelland-Zeitung».
  • 1993: Fusion der jurassischen Tageszeitungen «Le Pays» und «Le Démocrate» zu «Le Quotidien Jurassien».
  • 1991: Das «Journal de Genève» und die «Gazette de Lausanne» fusionieren zum «Journal de Genève et Gazette de Lausanne».
  • 1991: «Vaterland» und «Luzerner Tagblatt» schliessen sich mit ihren Kopfblättern zur «Luzerner Zeitung» zusammen.
  • 1991: Die «NZZ» steigt beim «St. Galler Tagblatt» als Mehrheitsaktionärin ein. (sda)

Das sind die grössten Schweizer Medienhäuser

CH Media

CH Media ist ein Joint Venture, das am 1. Oktober 2018 zwischen der NZZ-Mediengruppe und den AZ Medien gründet wurde. Zu diesem zählen beispielsweise die «Luzerner Zeitung», «Radio Pilatus», das «St. Galler Tagblatt» oder auch «wireltern».

Ringier

Ringier ist ein Medienunternehmen, das in mehreren Ländern tätig ist. Mit Sitz in Zofingen, besteht Ringier bereits seit 1833. Zu ihr gehören etwa der «Blick», die «Glückspost » oder die «Schweizer Illustrierte».

Tamedia

Tamedia ist die grösste private Mediengruppe der Schweiz. Es wurde 1893 gegründet. Der Hauptsitz ist in Zürich. Tamedia unterhält unter anderem «20 Minuten», die «Berner Zeitung», der «Tagesanzeiger» oder auch die «Sonntagszeitung». (zgc)

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