Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

MEDIZIN: Mehr komplexe Fälle am Paraplegiker Zentrum

Die Betten im Schweizer Paraplegiker Zentrum (SPZ) in Nottwil waren auch 2014 praktisch stets belegt. Die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten stieg an. Dabei waren die Ärzte mit mehr komplexen Fällen konfrontiert als im Vorjahr.
Das Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil. (Archivbild: LZ)

Das Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil. (Archivbild: LZ)

Die 143 Betten im Zentrum waren 2014 zu 97 (2013: 99) Prozent ausgelastet. Die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten erhöhte sich von 933 auf 1027. Die Zahl der Pflegetage blieb mit 50'432 praktisch stabil, wie es in dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht der Schweizer Paraplegiker Gruppe (SPG) heisst.

164 Personen wurden zur Erstrehabilitation aufgenommen. Der Anteil pflegeintensiver, hochgelähmter Patienten erhöhte sich dabei um 12 Prozentpunkte auf 65 Prozent.

In über der Hälfte dieser Fälle (54 Prozent) waren Krankheiten Hauptursache für die Querschnittlähmungen. In 46 Prozent waren Unfälle Schuld. Davon waren je ein Drittel im Strassenverkehr oder beim Sport verunfallt. Häufig ereigneten sich die folgenschweren Sportunfälle beim Gleitschirmfliegen, bei Sprüngen in untiefes Wasser oder beim Ski- und Snowboardfahren.

Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung und ihre Gönner-Vereinigung (GöV) nahmen 2014 durch Fundraising total 76,0 Mio. Fr. ein. Der Beitrag blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Nach Angaben der SPG wird die GöV von 1,8 Millionen Personen in 1,1 Millionen Haushaltungen unterstützt.

Weniger Mitgliederbeiträge, mehr Spenden

Die Mitglieder- und Vereinsbeiträge sanken zwar um 1,9 auf 68,7 Mio. Fr. Der Rückgang wurde jedoch durch mehr Einnahmen aus Spenden, Erbschaften und Legaten kompensiert. Diese stiegen von 5,3 auf 7,3 Mio. Fr.

Der grösste Teil aus den Fundraising-Einnahmen floss in Investitionen oder in den Fundraising- und Verwaltungsaufwand (31,9 Mio.). Für Betriebsbeiträge wurden 26,5 Mio. Fr. verwendet. Rund ein Viertel der Einnahmen floss in die Direkthilfe. Diese Unterstützungsbeiträge lagen bei total 17,6 Mio. Fr.

Die SPG erreichte 2014 einen Umsatz von 225,9 (2013: 220,5) Mio. Franken. Höhere Personalkosten wurden durch bessere Finanzerträge kompensiert. Das ordentliche Ergebnis verbesserte sich von 8,4 auf 10,2 Mio. Franken.

Die Gruppe beschäftigte Ende letzten Jahres 1561 Personen, 94 mehr als 2013. Sie war damit laut eigenen Angaben eine der 20 grössten Arbeitgeberinnen der Zentralschweiz.

HINWEIS: Der Jahresbericht »

(sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.