MEDIZIN: Positive Bilanz zur Förderung des Hausarztberufs

Im Kanton Luzern haben dank der Möglichkeit eines Praktikums diverse junge Ärztinnen und Ärzte für den Hausarztberuf gewonnen werden können. Das 2012 gestartete Praxisassistenzprogramm wird weitergeführt.

Drucken
Teilen
Der Kanton Luzern will auch weiterhin junge Ärzte unterstützen. (Symbolbild Neue LZ)

Der Kanton Luzern will auch weiterhin junge Ärzte unterstützen. (Symbolbild Neue LZ)

In den ersten zwei Jahren absolvierten 49 junge Ärzte bei einem Luzerner Hausarzt ein mehrmonatiges Praktikum. 15 dieser Praktikanten ergriffen darauf den Hausarztberuf, wobei sich 13 davon im Kanton Luzern niedergelassen haben.

Das Gesundheitsdepartement geht davon aus, dass noch weitere den Hausarztberuf ergreifen werden, denn mehr als die Hälfte der 49 Nachwuchsärzte befindet sich zur Zeit noch in der Weiterbildung zum Grundversorger.

Ziel des Praxisassistenzprogrammes ist es, dem drohenden Hausärztemangel entgegenzuwirken. Ein weiterhin ungelöstes Problem ist, dass die meisten der neuen Hausärzte sich im städtischen Gebiet niedergelassen haben. Dabei sei es vor allem für Hausärzte auf der Landschaft schwierig, eine Nachfolge zu finden, schreibt das Gesundheitsdepartement.

Der Kanton Luzern übernimmt zwei Drittel der Lohnkosten der jungen Ärzte, die das Praktikum absolvieren. Er wird sich weiterhin mit jährlich 1,2 Millionen Franken am Programm beteiligen. (sda)