MEDIZINISCHE VERSORGUNG: Kinderarzt-Praxen sind übervoll

Es gibt zu wenige Kinderarztpraxen im Kanton Luzern - trotz Geburtenanstieg. Einige Kinderärzte nehmen deswegen schon gar keine neuen Patienten mehr auf.

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Cornelia Imobersteg untersucht Stella in ihrer Praxis in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Cornelia Imobersteg untersucht Stella in ihrer Praxis in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

«Das Problem ist bereits chronisch», sagt Cornelia Imobersteg, Präsidentin des Verbandes Zentralschweizer Kinderärzte. Vor allem auf dem Land ist die Situation prekär. Im Entlebuch etwa gibt es keinen einzigen Kinderarzt. Nadelöhr ist die Ausbildung: Eigentlich wären viele junge Ärzte interessiert, sich in der Pädiatrie zu spezialisieren. Das Angebot von 13 Ausbildungsplätzen an der Kinderklinik Luzern ist aber kleiner als die Nachfrage.

Weil die Kinderarztpraxen überfüllt sind, lassen sich viele kleine Patienten durch einen allgemeinmedizinischen Hausarzt behandeln. «Bei medizinischen Alltagsproblemen ist die Versorgungsqualität auch dort gut», sagt Imobersteg. «Für komplexere Situationen eignet sich der Kinderarzt aber oft besser, da er für die Behandlung dieser Altersgruppe erfahrener ist und sich auch regelmässig in diesen Bereichen fortbildet.»

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag.