Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MEGGEN: 2018 soll die Kreuztrotte ein neues Gesicht erhalten

Die Sanierung der Kreuztrotte wurde jahrelang verzögert. Jetzt liegt das Baugesuch auf. Darin steht auch, wie das historische Gebäude künftig genutzt werden soll.
Die baufällige Kreuztrotte in Meggen soll umfassend saniert werden. (Bild: Dominik Wunderli (Meggen, 25. September 2017))

Die baufällige Kreuztrotte in Meggen soll umfassend saniert werden. (Bild: Dominik Wunderli (Meggen, 25. September 2017))

Fast vier Jahre ist es her, seit die Bauherren erstmals ihr Interesse am Areal Kreuzmatte signalisiert haben. Nun liegt das Baugesuch für einen Teil des Projekts endlich bei der Gemeinde Meggen auf. Es geht um die Sanierung des denkmalgeschützten Trottengebäudes. «Jetzt geht es bald vorwärts», freut sich Ruedi von Ah, Präsident der Liberalen Baugenossenschaft Meggen. «Aber das ganze Projekt ist schon eine rechte Geduldsprobe», fügt er hinzu. Die Liberale Baugenossenschaft hat die Liegenschaft gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft Meggen im Baurecht übernommen.

Geplant sind auf dem Areal zwei neue Häuser mit 26 Genossenschaftswohnungen sowie die Sanierung der rund 160-jährigen Kreuztrotte. Dies ist in Meggen schon seit Jahren ein Thema – die einen hätten das baufällige Haus am liebsten abgerissen, andere finden es dorfbildprägend und erhaltenswert. In der Trotte wurde früher Most aus Megger Obstbäumen gepresst, seit Jahren steht das Gebäude jedoch leer. Der Megger Gemeinderat will deshalb, so sein erklärtes Ziel, das Areal rasch «einer sinnvollen Nutzung» zuführen. Das Vorhaben wurde jedoch stark verzögert, weil eine der Beschwerden gegen den Gestaltungsplan vergangenen Oktober vom Luzerner Kantonsgericht teilweise gutgeheissen wurde. Dabei wurde eine zu hohe Ausnutzung kritisiert.

Genossenschaften gingen bis vor Bundesgericht

Die beiden beteiligten Wohnbaugenossenschaften zogen das Urteil daraufhin bis vors Bundesgericht in Lausanne – und erhielten Recht. Die geplante Überbauung auf dem Areal sei rechtmässig, urteilten die Bundesrichter und deckten einen Fehler des Kantonsgerichts auf: Es stützte sich bei seinem Entscheid auf einen veralteten Zonenplan aus dem Jahre 2010 (Ausgabe vom 11. Februar). Wäre die Beschwerde gutgeheissen worden, hätte man entweder kleinere Wohnungen oder eine bis zwei weniger als die geplanten 26 bauen dürfen.

Läuft alles nach Plan, beginnen die Arbeiten an der Trotte im Frühling 2018 und dauern ungefähr ein Jahr. Und renoviert werden muss einiges: Für 2,3 Millionen Franken werden zum Beispiel die bröckelnde Fassade, feuchte Wände und marode Wandpfosten wieder in Schuss gebracht. Ein zinsloses Darlehen der Gemeinde über 1,6 Millionen Franken haben die Megger 2014 bewilligt. Laut dem Baugesuch sollen die Eingriffe und die verwendeten Materialien der Ausstrahlung des Ursprungsbaus gerecht werden. Von Ah: «Anstelle der maroden Trotte erstellen wir eine markante, schön renovierte Trotte.»

Kultur, Zunftanlässe – und Kinder

Nebst den üblichen Renovationsarbeiten soll das dreistöckige Gebäude auch einige Neuerungen erhalten, unter anderem einen Personenaufzug. Bezüglich der Nutzung haben laut Ruedi von Ah bereits Gespräche mit potenziellen Mietern stattgefunden, spruchreif ist aber noch nichts. Laut dem Baugesuch dürfte im Erdgeschoss ein Kulturraum inklusive Bar-Theke für Anlässe eingerichtet werden. Dieser soll Platz für maximal 100 Leute bieten, geplant ist eine jährliche Belegung von 20 Zunftanlässen und je 10 Vereins- und Privatanlässen. Zudem ist im Kulturraum eine Ausstellung über Most und Obst geplant. Des Weiteren könnte in der ersten Etage eine Kita unterkommen, die zweite Etage wird voraussichtlich als Vereinslokal fungieren. Interesse dafür hat bereits früher die Fröschen-Zunft Meggen bekundet.

Bald folgt der Neubau von zwei Wohnhäusern

Bis mit dem Bau der zwei Wohnhäuser begonnen werden kann, dürfte es laut Ruedi von Ah Frühling oder Sommer 2018 werden. Das Baugesuch dafür soll Anfang 2018 eingereicht werden. Es sollen jeweils 13 kostengünstige Wohnungen realisiert werden. Die Mietkosten betragen monatlich zwischen rund 1300 und 1900 Franken. Damit wollen die Baugenossenschaften auf der Kreuzmatte preisgünstigen Wohnraum für verschiedene Generationen, insbesondere für Junge sowie Familien und ältere Bewohner von Meggen schaffen.

Bei der damaligen Abstimmung um das Darlehen monierten Gegner des Projekts jedoch, dass mit den vorgesehenen Mietzinsen für die Wohnungen nicht von preisgünstigen Mieten die Rede sein könne und die Baukosten zu hoch seien. Ruedi von Ah sagt dazu: «Für Neubauwohnungen in Meggen sind das sehr günstige Mietzinsen. Nur dank des Entgegenkommens der Gemeinde, sprich dank sehr guter Baurechtszinsen, können wir so günstige Wohnungen anbieten.»

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.