MEGGEN: 80 Betagte können wieder in ihr altes Zuhause umziehen

In dieser und in der kommenden Woche ziehen rund 80 Betagte wieder zurück ins renovierte Seniorenzentrum Sunneziel in Meggen. Um den Betagten den Umzug in ihr neues Zuhause so angenehm und sorgenfrei wie nur möglich zu machen, stehen 50 Zivilschützer der ZSO EMME im Einsatz.

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So sieht das neue Seniorenzentrum Sunneziel in Meggen aus. (Bild: Visualisierung PD)

So sieht das neue Seniorenzentrum Sunneziel in Meggen aus. (Bild: Visualisierung PD)

Rund 80 ältere und betagte Personen bekommen in diesen Tagen durch den Umzug in das Seniorenzentrum Meggen wieder ein neues Zuhause. Möglich machen dies unter anderem die Betreuer der Zivilschutzorganisation (ZSO) EMME, welche die Betagten bei ihrem Umzug unterstützen.

Eineinhalb Jahre im «Exil»

 Vor rund eineinhalb Jahren mussten die damaligen Bewohner des Seniorenzentrums Sunneziel in Meggen<br /> ihr gewohntes Heim verlassen. <span style="display: none;">&nbsp;</span>Dies, damit das Seniorenzentrum rundum saniert und renoviert werden konnte. Zwischenzeitlich haben die Bewohner ein neues Zuhause gefunden. Die eher Rüstigen wohnten in dieser Zeit in den Weggiser Hotels Central und Beau Rivage. Zusätzlich wurden die am pflegebedürftigsten Senioren im Sonnmatt in Luzern untergebracht. Neben den Senioren hat sich in dieser Zeit auch das Personal des Seniorenzentrums Sunneziel auf die drei verschiedenen Standorte aufgeteilt. Nach erfolgter Renovation können die Betagten nun aber wieder zurück in ihre alte Heimat.

50 Zivilschützer im Einsatz

Der Zivilschutz zeigt sich in diesen Umzugstagen für die reine Betreuung der Bewohner verantwortlich. Insgesamt stehen 50 Zivilschützer der ZSO EMME im Einsatz, um einen möglichst reibungslosen Umzug zu gewährleisten. Der Zivilschutz leistet so in diesen Tagen gut 100 Manntage. «Das Ziel ist eine eins-zu-eins Betreuung der Betagten, um ihnen die Angst vor dem Umzug und der ungewissen Zukunft nehmen zu können», wie Daniel Diltz, Kommandant Stellvertreter der ZSO EMME betont.

Der gesamte Umzug wird in drei Etappen von je zwei Tagen aufgeteilt, um die Bewohner von allen drei Zwischenstandorten mit dem Car nach Meggen zu begleiten.

Reibungsloser Ablauf

Margret Leuthold, eine der Bewohnerinnen im Hotel Central, ist froh um die Hilfe des Zivilschutzes: «Der
Zivilschutz steht mir den ganzen Tag zur Seite und ist immer da, wenn ich ein Problem habe.» Vor dem
Umzug nach Weggis hatte Margret Leuthold schon drei Jahre im Seniorenzentrum Sunneziel in Meggen
gewohnt. Das Hotel Central verlässt sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. «Denn einerseits
freue ich mich auf das neue Zentrum Sunneziel in Meggen und die Kameraden, von denen wir jetzt
eine Zeit lang getrennt waren, aber andererseits werde ich sicher auch die herrliche Aussicht auf den See
in Weggis vermissen.»

Der zuständige Betreuer von Frau Leuthold ist an diesem Tag Lukas Ernst. Er streicht heraus, dass das Wichtigste bei der Betreuung das richtige Mass der Fürsorgeleistung sei: «Am Anfang gilt es das Eis zu brechen, sowie Vertrauen zu gewinnen. Nach dem ersten Kennenlernen ist aber darauf zu achten, die betagten Personen nicht zu bevormunden und nur soweit zu betreuen, als es denn notwendig ist. Denn viele Betagte wünschen dennoch, so viel als möglich, unabhängig und selbständig sein zu können.»

Positives erstes Fazit

Der Umzug läuft noch bis Ende der nächsten Woche. Bis dahin sollten dann alle ehemaligen Bewohner des Seniorenzentrums Sunneziel ihre alte neue Heimat wieder bezogen haben. Laut Daniel Diltz kann bereits jetzt ein positives Fazit gezogen werden. «Rückblickend auf die erste Umzugsetappe hat alles reibungslos funktioniert und die neuen Bewohner sind zufrieden und glücklich in ihrem neuen Daheim angekommen.»

pd/nop