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MEGGEN: 80-Jähriger gesteht Bankraub

Die Luzerner Polizei hat am Montag den mutmasslichen Raiffeisenbank-Räuber festgenommen und einen Grossteil der Beute sichergestellt. Der Senior hat die Tat gestanden, weiterhin unklar bleibt jedoch sein Motiv.
Zwei Polizisten überwachen die Raiffeisen-Filiale in Meggen. (Bild: Lucien Rahm (Meggen, 29. Dezember 2017))

Zwei Polizisten überwachen die Raiffeisen-Filiale in Meggen. (Bild: Lucien Rahm (Meggen, 29. Dezember 2017))

Raphael Zemp

raphael.zemp@luzernerzeitung.ch

Im Megger Banküberfall ist der Luzerner Polizei ein Durchbruch gelungen: Nach intensiven Ermittlungen hat sie den mutmasslichen Räuber identifiziert und am Montag an seinem Wohnort im Kanton Luzern festgenommen. Das schreibt die Luzerner Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung. Der 80-jährige Mann ist geständig und wird gegenwärtig zu seinem Motiv befragt. Im Fahndungsbrief hatte die Polizei das Alter des mutmasslichen Täters auf 50 bis 70 Jahre geschätzt.

Ebenfalls am Wohnort des Verdächtigten hat die Luzerner Polizei den Grossteil des erbeuteten Geldes sichergestellt, wie Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigt. Um wie viel Geld es sich konkret handelt, dazu äussert sich die Staatsanwaltschaft nicht. Für den Ermittlungserfolg «mitausschlaggebend» waren laut Kopp die Fahndungsbilder. Sie hätten die Polizei letztlich auf die entscheidende Fährte geführt. Aus der Bevölkerung gingen bei der Polizei hingegen keine für die Fahndung relevanten Hinweise ein.

Die Bankangestellte arbeitet wieder

Den Umständen entsprechend gut geht es der Raiffeisen-Mitarbeiterin, die zum Tatzeitpunkt den Bankschalter bediente. «Sie arbeitet bereits wieder, allerdings vorläufig noch im Back-Office», sagt Bruno Sennhauser, Vorsitzender der Raiffeisenbank Adligenswil-Udligenswil-Meggen. Nach wie vor wird sie psychologisch betreut. «Ihre Erleichterung darüber, dass der Täter nun gefasst ist und bereits gestanden hat, ist gross und sicherlich auch förderlich für den Verarbeitungsprozess», so Sennhauser weiter.

Die Zahl delinquenter Senioren steigt

Dass jemand im Alter von 80 Jahren eine Bank überfalle, sei ein absoluter Ausnahmefall, sagt Kopp von der Staatsanwaltschaft Luzern. Aber auch wenn Banküberfälle durch Senioren nicht an der Tagesordnung sind, steigt zumindest die Zahl der straffälligen Senioren in der Schweiz kontinuierlich. Alleine für 2015 weist die Kriminalstatistik des Bundes schweizweit 5036 straffällig gewordene Rentner aus.

Über die genauen Gründe können auch Kriminologen nur mutmassen. Unbestritten ist: Die Schweizer Bevölkerung als Ganzes altert, und somit nimmt auch die absolute Zahl der Senioren zu. Möglicherweise ist der Anstieg aber auch darauf zurückzuführen, dass ältere Leute immer aktiver und unternehmungslustiger würden – was sich dann auch in der Delinquenz zeigt.

Was auch auffällt: Die Senioren-Delinquenz fällt deutlich weniger auf als die rückläufige Jugendkriminalität. Das liegt laut Experten auch daran, dass in der Altersgruppe Ü50 still verübbare Vermögensdelikte dominieren. Gewaltdelikte hingegen würden eher selten verübt.
In Deutschland fallen Senioren wiederum meist mit Ladendiebstählen und Tankraub auf.

Gegen Mittag verlassen die zwei Polizisten den Tatort vorerst. (Bild: Lucien Rahm (Meggen, 29. Dezember 2017))

Gegen Mittag verlassen die zwei Polizisten den Tatort vorerst. (Bild: Lucien Rahm (Meggen, 29. Dezember 2017))

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