Meggen budgetiert ein Defizit

Das Einnahmedefizit hat gleich mehrere Gründe. Das Ende der Talfahrt sieht die Gemeinde bereits 2023.

Sandra Monika Ziegler
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Im Investitionsplan 2021 ist auch die Dachsanierung des Megger Schloss

Im Investitionsplan 2021 ist auch die Dachsanierung des Megger Schloss

Bild: PD

Das Budget 2021 der Gemeinde Meggen sieht bei einem Gesamtaufwand von 75,4 Millionen Franken ein Defizit von 300 000 Franken vor, wie die Gemeinde mitteilt. Auf das Budget ausgewirkt habe sich die Aufgaben- und Finanzreform 18: Die Mehrbelastungen im Sozialbereich und das Wegfallen von Sondersteuern können durch den grösseren Betrag des Kantons an die Volksschule nicht wettgemacht werden. Der Gesamtaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Millionen Franken respektive 3,8 Prozent.

Steuerfuss soll erhöht werden

Zudem zahlt Meggen 8,1 Millionen Franken in den kantonalen Finanzausgleich AFR 18 und ist damit die grösste Nettozahlerin unter den Luzerner Gemeinden. Per kantonalem Gesetz musste der Steuerfuss letztes Jahr auf 0,89 Einheiten gesenkt werden. Nun sollen die Steuern wieder steigen: Der vorgeschlagene Steuerfuss von 0,95 Einheiten entspreche dem Mittelwert der letzten Jahre nach Abzug des Steuerrabatts, heisst es in der Mitteilung weiter. Er soll bis 2023 beibehalten und danach wegen des Wegfalls der kantonalen Vermögenssteuererhöhung ab 2024 auf 1,0 Einheiten angepasst werden.

«Zwar rechnen wir für 2021 und 2022 mit moderaten Verlusten, bereits 2023 dürfen wir aber wieder positive Ergebnisse erwarten», so Gemeindeammann HansPeter Hürlimann. Geplant sind Investitionen von 6,13 Millionen Franken: Sanierung der Transportwasserleitung Lauerz–Meggen, Aussensanierung des Schulhauses Zentral 2, Dachsanierung von Schloss Meggenhorn sowie Ersatz der Steuergeräte im Gemeindehaus. Die Gemeindeversammlung ist am 7. Dezember.