MEGGEN: Da staunen selbst die Engländer

Kreaturen aus der Hölle haben Meggen heimgesucht. Die Freude am Umzug konnte das aber nicht verderben.

Drucken
Teilen
In einem umgebauten Pedalo geniessen die Briten ihren Tee – und den Megger Umzug. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

In einem umgebauten Pedalo geniessen die Briten ihren Tee – und den Megger Umzug. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Lautes, grelles Gelächter tönt durch Meggen. Bald ist klar, es geht der Lachsack um. Ganz getreu nach dem heurigen Megger Fasnachtsmotto «Met vel Musig ond Lache wemmer e rüüdigi Fasnacht mache» haben gestern Mitglieder der Fröschenzunft Meggen an ihrem Umzug Grende mit einem breiten Grinsen aufgesetzt.

Kinder hinter Gittern
Und spätestens als die Gruppe Mapaki mit ihrem Kinderzoo daherkommt, muss man selber grinsen. Für einmal dürfen Mamis und Papis ihre Kleinen, hinter Gittern weggesperrt, durchs Dorf ziehen. Die zwei kleinen Löwen mauzen fügsam in ihrem Käfig. Doch wer meint, der Megger Umzug sei nur brav und härzig, der hat die Rechnung nicht mit den Megger Häxe gemacht. In ihren schaurig schönen Holzmasken sehen sie gfürchig drein. Und es soll noch grusliger werden: Mit aufgespiessten Höllenpferden und Totenköpfen zieht die Gruppe Schnipp Schnaps ihr Gruselkarusell durchs Dorf.

Neben diesen morbiden Fantasiesujets scheint ab und zu auch ein Megger Thema auf. So fährt die Bananenzunft mit Golfwagen durch die vom Publikum gesäumte Hauptstrasse, im Schlepptau ein Golfplatz auf Rädern. Den Abschluss des Megger Fasnachtsumzugs bildet die Pferdekutsche mit dem Zunftmeisterpaar Othmar und Sabine Schütz, das anschliessend mit dem Weibelpaar auf dem Dorfplatz die Menge mit Orangen bombardiert.

Susanne Balli