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MEGGEN: Die Asylbewerber ziehen bald aus

Das Zentrum in der Zivilschutzanlage Huob geht Ende Monat zu. Sollten die Asylzahlen steigen, könnte es aber wieder in Betrieb genommen werden.
Hugo Bischof
Die Asylunterkunft in Meggen geht zu. (Archivbild) (Bild: Philipp Schmidli)

Die Asylunterkunft in Meggen geht zu. (Archivbild) (Bild: Philipp Schmidli)

Aufgrund der aktuellen Migrationsentwicklung hat sich der Kanton Luzern entschieden, die Zivilschutzanlage Huob in Meggen als Asylunterkunft planmässig Ende Monat zu schliessen. Dies teilte die Gemeinde Meggen mit. Die Asylunterkunft Huob war im Oktober 2015 mit knapp 50 Asylsuchenden eröffnet worden. Zurzeit sind hier noch etwa 20 Asylbewerber untergebracht. Diese werden nun auf andere Asylunterkünfte im Kanton Luzern verteilt. Dies sagte Brigitte Limacher, Abteilungsleiterin Soziales/Gesundheit der Gemeinde Meggen, gestern auf Anfrage.

Vorläufig im Wartebetrieb

Sollten die Asylzahlen im Kanton Luzern diesen Herbst aber markant ansteigen, könnte die Zivilschutzanlage Huob notfalls wieder in Betrieb genommen werden. Der Megger Gemeinderat hat sich deshalb bereiterklärt, die Anlage für maximal sechs Monate in Bereitschaft zu halten (Wartebetrieb). Der Aussenpavillon, der Eingangs­kontrollcontainer und die Parkplätze bei der Swisscom werden nach der Schliessung Ende September jedoch abgebaut.

Über eine allfällige Wiederinbetriebnahme der Unterkunft Huob würde der Kanton den Megger Gemeinderat rechtzeitig in Kenntnis setzen, damit dieser seinerseits die Gemeinde­bevölkerung informieren und deren Anliegen entgegennehmen könnte.

Nicht unumstritten

Die Asylunterkunft in der Zivilschutzanlage Huob in Meggen war nicht unumstritten. Vor Inbetriebnahme der Anlage, im September 2015, forderten 110 Meggerinnen und Megger mit einer Petition eine «menschenwürdigere Unterkunft» für die Asylsuchenden. Sie befürchteten durch die Unterbringung in einer unterirdischen Unterkunft negative Auswirkungen auf die Flüchtlinge.

Dank viel Freiwilligenarbeit machte die Gemeinde Meggen die Asylunterkunft Huob aber zu einem Erfolg. Organisiert wurde im Winter etwa eine Kleidersammlung. Grosser Beliebtheit bei den Asylsuchenden erfreuten sich auch die Deutschstunden. Zusätzlich gab es Schnuppertage beim örtlichen Gewerbe, Trainings beim FC Meggen oder Begegnungsnachmittage.

«Wir können eine positive Bilanz zur Asylunterkunft in der Zivilschutzanlage Huob ziehen», sagt denn auch Brigitte Limacher. «Ihr Betrieb verlief weitgehend problemlos.» Auch sie verweist auf die vielen freiwilligen Helfer, dank denen die Asylsuchenden viel Zeit auch ausserhalb der eigentlichen Asylunterkunft hätten verbringen können.

Zurzeit genügend Plätze

Die Zivilschutzanlage Huob in Meggen ist nicht die einzige Asylunterkunft im Kanton Luzern, die geschlossen respektive nicht gebraucht wird. In der Zivilschutzanlage in Schötz werden – entgegen der bisherigen Planung – ab Oktober keine Asylbewerber einziehen. Da die Zahl der Asylgesuche zurzeit kleiner ist als prognostiziert, verfügt der Kanton Luzern momentan über genügend Unterbringungsplätze. Das teilte der Kanton Ende August mit.

Auch die Unterkunft Schötz wird als strategische Reserve für einen schnellen Bezug bereitgehalten – je nachdem, wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickelt. Dies sagte Silvia Bolliger, die das kantonale Asyl- und Flüchtlingswesen leitet, gegenüber unserer Zeitung (Ausgabe vom 27. August). Der Platzbedarf für Asylsuchende, die Luzern zugewiesen werden, ist gemäss Bolliger derzeit gedeckt. Das zeigt sich auch daran, dass die Notunterkunft in Nebikon Ende August – einen Monat früher als geplant – geschlossen wird.

Derzeit verfügt der Kanton über rund 1160 Zentrumsplätze (inklusive Notunterkünften), wovon deren 760 besetzt sind. Abzüglich der Unterkünfte in Schötz und Nebikon kann der Kanton auf 250 bis 350 Reserveplätze zugreifen.

Hugo Bischof

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