Meggen kämpft um Storchenpaar

Vor dem Zentralschulhaus in Meggen sind am Montag fünf Pappeln gefällt worden. Das hat Auswirkungen auf ein Storchenpaar.

Susanne Balli
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Arbeiter fällen die fünf riesigen Pappeln vor dem Zentralschulhaus in Meggen.

Arbeiter fällen die fünf riesigen Pappeln vor dem Zentralschulhaus in Meggen.

Sie thronen wohl seit 100 Jahren vor dem Megger Zentralschulhaus. Oder besser gesagt, sie thronten. Gestern wurden die restlichen fünf der ehemals sechs stattlichen Pappeln vor dem Schulhaus gefällt. Eine Pappel musste bereits im letzten Jahr weichen, weil akute Einsturzgefahr bestand. Wie Gemeinderat Josef Scherer sagt, zeigte sich nach der Fällung, dass der Baum bereits an mehreren Stellen durchgefault war. «Wir haben dann auch die restlichen Pappeln untersuchen lassen. Eine Bohrkernentnahme hat gezeigt, dass auch die verbleibenden fünf Pappeln im Stamm völlig ausgehöhlt sind und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen», so Scherer.

Ersatz-Nistplattform

Seit einigen Jahren baut im Frühling jeweils ein Storchenpärchen auf den Bäumen sein Nest und zieht meist zwei Jungvögel auf. Doch mit dem Fällen der Pappeln verlieren die Störche ihren angestammten Nistplatz. «Wir möchten natürlich, dass sie trotzdem wieder zu uns kommen», sagt Scherer. Damit sie sich auch weiterhin wohlfühlen in Meggen, errichtet die Gemeinde auf dem First des unmittelbar danebengelegenen Turnhallentrakts eine Ersatz-Nistplattform. «Wir haben uns mit der Vogelwarte Sempach abgesprochen. Die Feuerwehr und der Werkdienst werden den Nistplatz anbringen», sagt Scherer. «Damit sie diesen besser akzeptieren, wird Material vom alten Nest zum neuen Nistplatz gebracht.»